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Zusatz-PS für Pekings Radler
(17. Juni 2008) - Pekings U-Bahnen und Busse sind überfüllt und auf den Straßen staut sich der Verkehr. Schneller voran geht es mit dem Fahrrad - wie zu früheren Zeiten, als es in Chinas Hauptstadt noch keine Autos gab. Viele Chinesen leisten sich nun ein Elektrofahrrad: Ein kleiner Elektromotor erleichtert das Treten. Er schaltet sich automatisch zu, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Deshalb kommt das Gefährt ohne Gashebel aus. Allein im vergangenen Jahr kauften die Chinesen 20 Millionen Elektrofahrräder: Das sind doppelt so viele, wie Deutschland jährlich an Autos herstellt. In China kostet so ein "elektrisches Pferd" (chinesisch: Dian Ma) etwa 180 Euro. Der Staat begünstigt indirekt den Trend zum Elektrofahrrad, weil man in Peking und Shanghai für Mopeds hohe Steuern zahlen muss. Die Batterien werfen allerdings ein Umweltproblem auf, denn sie halten nur ein Jahr.
Auch in Deutschland gibt es Elektrofahrräder. Sie sind allerdings wesentlich teurer, wenn man nicht gerade ein Importrad aus China kauft. Die Elektrofahrräder brauchen in Deutschland keine Zulassung, fahren bis 25 Stundenkilometer langsam und 25 Kilometer weit mit einer Batterieladung. In Bozen fahren schon 4.000 Elektrofahrräder (Marke Technocarbur Frisbee, Preis: 1.000 Euro). In Stuttgart plant die Stadt ein System von Elektrofahrrädern mit Akkustationen, an denen leere gegen volle Akkus getauscht werden können. Ausführliche Informationen und Vergleichstests auf www.extraenergy.org.


