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Gemeinsam besser leben

Wer sich gezielt mit anderen Menschen zusammentut, kann sein Leben deutlich einfacher, schöner und effizienter organisieren. Zwei Anwältinnen geben Hilfestellung für etwas, das eigentlich selbstverständlich sein sollte: teilen.

(9. März 2010) Schon der Buchtitel ist Programm: Die Teilungslösung: Wie man Geld sparen kann, sein Leben vereinfachen kann und Gemeinschaften aufbaut - dabei handelt es sich um ein praktisches Handbuch fürs Teilen. Denn das scheint gar nicht mehr im Trend zu liegen: So laden in den USA nur noch 38 Prozent der Menschen mindestens einmal im Jahr Familie oder Freunde zu sich zum Essen ein. Zwar befürchten manche Menschen, dass mehr Gemeinsamkeit freundschaftlichen Beziehungen schadet, wenn etwas schief geht. Doch wer mögliche Probleme von Anfang an regelt und offen anspricht, wenn sie auftreten, ermöglicht es im Gegenteil, Beziehungen zu Freunden, Nachbarn und allen Teilern zu vertiefen.

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Das Buch sprudelt über vor guten Ideen, wie man gemeinsames Handeln aufbauen, organisieren und davon profitieren kann. So liefert es Anregungen zu möglichen Projekten, etwa den gemeinsamen Lebensmitteleinkauf, gemeinsames Wohnen, gemeinsame Haushaltsgegenstände, gemeinsame Kinderbetreuung, Fahrgemeinschaften oder gemeinsames Arbeiten. Die Autorinnen geben zudem praktische Hinweise, wie man Gemeinschaften aufbauen und strukturieren kann. Jede Menge Checklisten, Formulare und Beispielverträge ergänzen die praktischen Tipps und ermöglichen es jedem, erfolgreiche Tauschbeziehungen zu organisieren.

Reziproker Profit

Teilen bedeutet in diesem Zusammenhang, dass sich mehrere Menschen zusammenfinden, um mit ihrem Eigentum, ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen. Teilen beruht dabei auf Gegenseitigkeit. Jeder, der etwas einbringt, bekommt auch etwas zurück. Das passiert durch gemeinsames Eigentum, durch gemeinsame Nutzung, gleichzeitig oder abwechselnd und durch Zusammenarbeit bei der Lösung von Aufgaben, Entscheidungsfindung oder beim Kauf von Gütern.

Vorteile des Teilens

In vieler Hinsicht ist Teilen bereits integraler Teil unseres Lebens: Wir teilen Bürgersteige, Straßen, Schulen - alles bezahlt durch unsere Steuern. Teilen ist in vieler Hinsicht vorteilhaft: Es ist freundlich und schafft Verbindungen zwischen Nachbarn, Arbeitskollegen und sogar völlig Fremden. Es ermöglicht Gemeinschaften und erfüllt unsere Bedürfnisse auf kreative Art und Weise. Es gibt unseren Kindern ein gutes Beispiel. Zudem ist es wirtschaftlich vorteilhaft: Jede Art des Teilens spart Geld. Drittens ist es umweltfreundlich: Es schont Ressourcen und damit den Planeten. Es ermöglicht umweltfreundlichere Lösungen wie Solarenergie, Grauwassersysteme und gemeinschaftlichen Landbau.

Partner fürs Teilen finden

Die Autorinnen widmen ein ganzes Kapitel der Frage, wie man in einer Nachbarschaft Partner zum Teilen finden kann. Ein möglicher Start ist, einen Fragebogen zu verteilen, in dem alle Nachbarn eintragen können, ob sie etwas gemeinsam nutzen möchten und welche Möglichkeiten sie bieten. Dann gilt es, alle Teilnehmer über die Antworten der Anderen zu informiern. Interessenten treffen sich dann zu einem ersten Austausch, auf dem sie bereits erste Details für ein Tauschgeschäft besprechen können. Partner fürs Teilen kann man auch übers Internet oder am Arbeitsplatz finden.

Buchtipp:

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The Sharing Solution: How to Save Money, Simplify Your Life & Build Community | Janelle Orsi & Emily Doskow. | Nolo, 2009 | ISBN 978-1413310214 19,99 Euro

Dinge, die man mit anderen teilen kann:
Auto (auch einen Lastwagen, Motorroller, Motorrad), Fahrrad, Kanu, Surfbrett, Flugzeug, Haushaltsgeräte (Staubsauger, Waschmaschine, Trockner, Bügelmaschine, Tiefkühltruhe), Geräte für Hof und Garten, Werkzeuge wie Kreissäge, Autowerkzeuge, Notfallausrüstung, Campingausrüstung, Zelt, Tauchausrüstung, Kunstwerke, Schmuck, Abendanzüge, Skikleidung.
Man kann auch Räume gemeinsam nutzen, wie Wohnung, Werkstatt, Garage, Studio, Waschküche, Garten, Swimming-Pool

Was man sich auch teilen kann: Zeitschriftenabo, Kindermädchen, Putzhilfe, Altenbetreuer

Gemeinsames Handeln hilft, bessere Konditionen herauszuhandeln beim Einkauf von Lebensmitteln, Brennstoffen, Flüssiggas oder Heizöl, Pflanzerde, Solarmodulen und Ähnlichem.

Dinge, die man gemeinschaftlich organisieren kann:
Kinderbetreuung, Hunde ausführen, Essen kochen, Fahrgemeinschaften, Haus renovieren, Gartenarbeiten

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