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VNG – Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft
Kampf um die VNG
(10. September 2008) Die Oldenburger EWE AG hat eine Klage gegen
die VNG Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft (VuB)
angekündigt. EWE will zudem Schadensersatzforderungen gegen
die VuB erheben.
Hintergrund ist die außerordentliche Kündigung des
Konsortialvertrages durch die VuB. Am Montag hatten die in der VuB
zusammengeschlossenen zwölf kommunalen Gesellschafter der VNG
die Zusammenarbeit mit der EWE durch Kündigung des
Konsortialvertrags mit sofortiger Wirkung beendet. Die VuB
hält 25,79% an der VNG, die Oldenburger EWE 47,9%.
VuB-Geschäftsführer Andreas Reinhardt verteidigte die
Kündigung des Konsortialvertrags mit dem Hinweis auf ihre
Verantwortung, die Eigenständigkeit der VNG in Ostdeutschland
zu sichern.
EWE bemüht sich seit längerem darum, einzelne Städte
aus den kommunalen Bündnis herauszubrechen und so
Mehrheitsaktionär der VNG zu werden. Der Machtkampf zwischen
den beiden Energieversorger wurde erstmals im vergangenen Mai
offensichtlich, als bei der Wahl zum VNG-Aufsichtsratsvorsitzenden
nicht alle VuB-Aufsichtsratsmitglieder für EWE-Chef Brinker
stimmten, obwohl dies im Konsortialvertrag so vereinbart war.
Danach lieferte VNG im Rahmen der Halbjahresberichterstattung die
erforderlichen Zahlen nicht mehr. EWE kann die VNG-Anteile seit
2007 nicht mehr voll konsolidieren.
Der VNG-Vorstand und seine ostdeutschen Anteilseigner werfen den
Oldenburgern vor, grundsätzliche Zusagen zur Entwicklung des
Unternehmens nicht eingehalten zu haben, die der EWE beim Erwerb
ihrer VNG-Beteiligung auferlegt wurden.
VNG mit Rekord
(22. Mai 2004) - Die Leipziger Verbundnetz Gas AG (VNG) will im Herbst ihre Gaspreise um bis zu 7% erhöhen. Das Unternehmen erwirtschaftete 2003 124 Mio. Euro Überschuss nach 105 Mio. in 2002. Es steigerte seinen Gewinn damit zum fünften Mal in Folge. Der Absatz kletterte um 2,4% auf den mit 160,2 Mrd. kWh höchsten Gasabsatz der Firmengeschichte. Der Umsatz legte um 15% auf 3,3 Mrd. Euro zu.
Für 2004 rechnet Vorstandschef Klaus-Ewald Holst wegen der Liberalisierung mit einem leicht rückläufigen Absatz von 156 Mrd. kWh und einem Umsatz von 3,1 Mrd. Euro. Erfolgreich verkauft habe die VNG Erdgas als Treibstoff: Mit 145 Mio. kWh setzten die 108 ostdeutschen Spezialtankstellen 60% mehr Gas als im Vorjahr ab. Auch Transportleistungen für andere Gasgesellschaften wurden wichtiger: 10% der durchgeleiteten 49,7 Mrd. kWh wurden für konkurrierende Lieferanten zu Kunden im eigenen Netzgebiet transportiert.



