Gas für 40 Mrd. Dollar abgefackelt
(10. September 2007) Bis zu 170 Mrd m3 Erdgas im Wert von 40 Mrd Dollar werden jährlich weltweit auf Ölplattformen abgefackelt oder abgelassen und dadurch die Atmosphäre im großen Stil mit CO2 und Methan belastet.
Über 20 Länder hätten diese Art der Entsorgung in den letzten zwölf Jahren sogar ausgebaut, manche würden weitaus mehr Gas auf Bohrinseln und in Förderfeldern verbrennen, als sie offiziell einräumen, so eine Studie der US-Wetterbehörde NOAA auf Basis von Satellitenbeobachtungen im Auftrag der Weltbank.
Diese hatte vor fünf Jahren eine globale Initiative gestartet, um das Gas zur Energieerzeugung zu nutzen. Die abgefackelte Menge entspricht mehr als 5% der weltweiten Produktionsmenge an Erdgas. Etwa 400 Mio t CO2 entstehen beim globalen Abfackeln Jahr für Jahr, das entspricht fast der Hälfte der gegenwärtigen CO2-Emission Deutschlands.
Gemessen an der Mengen, die die Industrieländer nach dem Kyoto-Protokoll bis 2012 vermeiden müssen, seien das 13%, so die Weltbank. Russland verbrennt mit rund 50 Mrd m3 Erdgas das meiste.
Das Erdöl werde in entlegenen Gegenden gefördert, weit weg von potenziellen Abnehmern für Gas, wichtig sei daher der Aufbau einer geeigneten Infrastruktur, so die Studie.
Die Weltbank will im Rahmen ihrer Anti-Abfackelungskampagne mit CDM-Projekten bis 2012 rund 32 Mio t CO2 pro Jahr vermindern.