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Verbraucher protestieren gegen Ruhrgas-Preiserhöhungen
Gaspreise runter, nicht rauf!
(20. Mai 2005) Die geplanten Preisanhebungen der Ruhrgas sind heute auch von Verbraucherseite deutlich kritisiert worden. Der seit 2001 mehr als verdoppelte Reingewinn verpflichte zu einer Preissenkung und nicht zu Preissteigerungen. Lag 2001 der Ruhrgasgewinn bei 390 Mio. Euro, so hat er sich im Jahr 2003 auf 935 Euro mehr als verdoppelt und stieg im Jahr 2004 auf 968 Mio. Euro nochmals deutlich an. Ein wirksamer Wettbewerb auf dem Gasmarkt ist von Ruhrgas mit politischer Rückendeckung - man erinnert sich an die Ministererlaubnis zur Fusion - wirksam verzögert worden. Verbraucher brauchen das nicht mitmachen. Unter gaspreise-runter.de sind Informationen zum bundesweiten Gaspreisprotest zusammengestellt. An diesem Protest beteiligen sich bundesweit bereits über 200.000 Gaskunden.
Ruhrgas hatte am 1. April 2005 die Preise bereits um 0,32 Ct/kWh netto angehoben und plant am 1. Juni 2005 eine weitere Anhebung um 0,09 Ct/kWh und am 1. September 2005 eine Anhebung um 0,1 Ct/kWh. Dies ergibt sich aus der Entwicklung des Heizölpreises, dem die Abgabepreise von Ruhrgas zeitlich verzögert folgen.
"Die Bindung des Gas- an den Ölpreis hat mit den tatsächlichen Beschaffungskosten der Ruhrgas nicht das geringste zu tun", kritisiert der Dr. Aribert Peters, Vorsitzender des Bundes der Energieverbraucher. "Andere freie Gasanbieter z.B. am Spotmarkt in Bunde und Raeren haben ihre Gaspreise zum 1. April 2005 nicht angehoben und liegen preislich um ein Viertel unter den Ruhrgas-Preisen. Das zeigt, dass die Ruhrgaspreise deutlich überhöht sind. Die Stadtwerke und andere Gaslieferanten müssen sich am freien Markt günstigeres Gas beschaffen. Denn die einseitige und langfristige Bindung an die Ruhrgas ist kartellrechtswidrig und treibt die Preise nach oben, wie das Bundeskartellamt festgestellt hat. Auch die steigenden E.on-Ruhrgas-Gewinne zeigen, dass die Ruhrgaspreise überhöht sind."
Die Stadtwerke-Kooperation Trianel zeige, dass für Stadtwerke eine günstigere Gasbeschaffung durch Ausschreibung durchaus möglich ist.



