Inhalt
44 Prozent für Ortsversorgung
(23. Dezember 2004) - Ulrich Wagner, u.a. Lehrstuhl für Energiewirtschaft TU München, hat die Wertschöpfungskette bei Gas anhand von Bilanzen von Ortsgasversorgern, Transportgesellschaften und Stadtwerken berechnet (Energiewirtschaftliche Tagesfragen 2004, Seite 562 ff).
Von den Haushaltsgaspreisen werden 44 Prozent für die örtliche Verteilung von Gas aufgewandt. Die Förderung des Gases und der Ferntransport nach Deutschland kostet weniger als die Hälfte, nämlich nur 19 Prozent. Der Ferntransport und der Handel in Deutschland ist mit sieben Prozent vergleichsweise günstig. Auf der örtlichen Ebene wird also am Gas am besten verdient.

Auf der Basis dieser Zahlen lassen sich Preiserhöhungen für Haushaltskunden abschätzen. Verteuert sich der Gasimport beispielsweise um zehn Prozent, dann verteuert das die Endkundenpreise um zehn Prozent von 19 Prozent, das sind 1,9 Prozent (0,10 x 0,19 = 0019), weil der Gasimport 19 Prozent am Gesamtpreis ausmacht. Wenn die Ruhrgaspreise um ein Prozent erhöht werden, dann sind darin die Gasbeschaffung und der Transport enthalten, die 26 Prozent zum Endkundenpreis beitragen. Für Endkunden würde sich der Preis um 0,01 x 0,26 = 0,0026, also um 0,26 Prozent erhöhen.


