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Wirbel um verdünntes Erdgas: Misstrauen bleibt
(10. August 2004) - Für Wirbel sorgt ein Bericht im "Spiegel". Uwe Fröhlich vom Bundesindustrieverband Heizungs-, Klima-, Sanitärtechnik (BHKS) bestätigte dem Hamburger Nachrichtenmagazin, Erdgas werde immer mehr mit Luft oder Flüssiggas-Luft-Gemischen gestreckt. Dies sei nötig, weil geringerer Verbrauch und wachsende Zahl der Gasanschlüsse den Gasdruck sinken lasse, Endgeräte aber einen gleichbleibenden Gasdruck benötigten. "Die Verbraucher bezahlen letztlich für qualitativ schlechteres Gas einen höheren Preis", lautet das Fazit.
Der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) und die Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfachs (DVGW) haben dieser Darstellung widersprochen. Zwar werden Gasströme tatsächlich gelegentlich mit Luft vermischt. Dies werde jedoch getan, um Qualitätsschwankungen des Naturprodukts Erdgas auszugleichen. Abgerechnet werde aber ohnehin der korrekte Energieinhalt und dies werde von den Eichämtern überwacht.
Der Bund der Energieverbraucher hat ebenfalls Zweifel an der Richtigkeit der Gasabrechnung geäußert. In einem Verfahren vor dem Amtsgericht Dortmund belegte das Eichamt in einem konkreten Fall, dass die Abrechnung korrekt erfolgt sei.
Solange die Gasversorger ihre Messwerte den Verbrauchern auch auf Anfrage nicht offenlegen, bleibt das Misstrauen bestehen. Denn wären die Abrechnungen korrekt, dann könnte man auch die Abrechnungsdetails offenlegen.


