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Leipziger am teuersten? Nach einer Studie der AGFW zahlen Fernwärmekunden in Leipzig im Vergleich zwischen Deutschlands 20 größten Städten am meisten.

Leipziger am teuersten?

(11. Oktober 2004) - Nach einer Studie der Arbeitsgemeinschaft für Wärme und Heizkraftwirtschaft (AGFW) zahlen Fernwärmekunden in Leipzig im Vergleich zwischen Deutschlands 20 größten Städten am meisten. Der Tarif der Stadtwerke Leipzig, berechnet für ein Mietshaus mit 30 Wohneinheiten, liege 15% über dem bundesdeutschen Schnitt.

Die AGFW-Preisvergleich umfasst 185 Fernwärmeangebote, 116 aus den alten und 69 aus den neuen Ländern. Der Durchschnittspreis aller 185 Versorger liegt bei 53,07 Euro pro MWh, das durchschnittliche Preisniveau im Osten 13% über dem westdeutschen Schnitt.

Dresden ist mit 12% über dem Bundesdurchschnitt die zweitteuerste Großstadt. Dann folgen Berlin und München, die bereits 1% unter dem gesamtdeutschen Durchschnittspreis liegen, vor Köln und Hamburg. Gefragt wurde nach den Durchschnittskosten für ein wärmegedämmtes Mehrfamilienhaus mit 30 Parteien, einem 200-kW-Anschluss und 300 MWh Verbrauch.

Die Leipziger Stadtwerke meinten zu dem Ergebnis, sie hätten nur Preise für einen Vertrag ohne Mindestlaufzeit genannt, weil der AGFW nicht ausdrücklich nach Vergünstigungen gefragt habe. Andere Anbieter dagegen würden Rabatte einbeziehen.

Bei den Leipziger Stadtwerken hätten 70% der Kundschaft zehn Jahre laufende Verträge. Für diese würden mit 52,98 Euro pro MWh Preise im Bundesschnitt der AGFW-Statistik gelten. Großabnehmer wie Wohnungsgenossenschaften erhielten noch günstigere Tarife. Der AGFW nennt dagegen seine Ergebnisse stichhaltig und zuverlässig.

letzte Änderung: 25.06.2024