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Das Ende des billigen Öls
Erdöl ist heute mit fast 40% Anteil der wichtigste Energieträger. Von einer breiten Öffentlichkeit unbemerkt hat sich die langfristige Versorgungslage dramatisch zugespitzt. Man kann sich heute nicht wirklich vorstellen, daß es ausgerechnet beim Öl schon 5 vor 12 sein könnte. Es sind in den nächsten zehn Jahren chaotische Umbrüche denkbar. Wir wollen mit diesem Beitrag die Vorstellung erschüttern, daß in Sachen »Ölversorgung« alles in Ordnung sei.
Von Jörg Schindler und Werner Zittel
(13. Juli 2007) Der Ruf nach einer nachhaltigen Wirtschaftsweise wird derzeit fast ausschließlich mit der Emissionsproblematik begründet. Politik, Industrie, Presse und Umweltgruppen sind sich darin erstaunlich einig, daß es zwar prinzipiell ein Ressourcenproblem gibt, daß dieses aber für die nächsten Jahrzehnte und möglicherweise auch Generationen kein wirklich reales Problem darstelle.
Der Schluß, dass das Problem der Reserven eigentlich keine Beachtung verdiene, weil in den vergangenen 25 Jahren die Katastrophe nicht eingetreten ist, ist jedoch aberwitzig und möglicherweise verhängnisvoll.
Die Energiedepesche zeigt hier, daß eine große Diskrepanz zwischen den grundlegenden Fakten und den tatsächlichen Handlungen der wichtigen Akteure auf der einen Seite und der öffentlichen Wahrnehmung auf der anderen Seite besteht.


