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Vergrünungskur für die Ölheizung
(08. Juni 2009) Bioheizöl enthält 20 Prozent Bio-Öl, also Biodiesel (Fettsäuremethylester, kurz FAME). Der Bezug ist beispielsweise in Baden-Württemberg möglich, denn dort erfüllt man damit die Anforderungen des EEG, das für Neubauten einen Anteil von 20 Prozent aus Erneuerbaren vorschreibt.
Das bundesweit verabschiedete analoge Gesetz akzeptiert Bioheizöl jedoch nicht als regenerative Energiequelle. Bioheizöl ist rund vier Cent je Liter teurer als normales Heizöl.
Wer mit einer alten Heizanlage Bioheizöl tanken will, muss zuvor die Tanks, Armaturen, Leitungen und auch den Brenner bioheizöl-tauglich machen. Es gibt eine Reihe von Brennern, die auch mit Pflanzenöl zurechtkommen.
Der Hersteller Viessmann bietet dazu eine sogenannte Biobox an. Sie mischt im Heizkeller dem herkömmlichen Heizöl Bioanteil im gewünschten Verhältnis zu. Zusätzlich braucht man nur noch einen extra Tank für das Bioheizöl.
Das Institut für wirtschaftliche Ölheizung (IWO) in Hamburg entwickelt federführend eine Qualitätsnorm für Bioheizöl (DIN V 51603-6). Die Emissionseigenschaften dürfen sich im Vergleich mit schwefelarmen Heizöl nicht verschlechtern. Auch sollen die notwendigen technischen Änderungen für bioheizöltaugliche Heizanlagen so gering wie möglich bleiben. Das soll künftig die Zumischung von Biodiesel und Pflanzenöl ermöglichen.
Die deutschen Biodiesel-Fahrzeuge nutzen die derzeitigen Produktionskapazitäten für Biodiesel (4,4 Millionen Tonnen jährlich) derzeit nicht voll aus. Die Heizölbeimischung tut der Branche also gut (siehe Politik killt Biosprit).


