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Autoheizkraftwerk: Zweifacher Nutzen
(2. Juni 2006) - Kurzfristig fehlen in Deutschland Kraftwerke mit einer Leistung von 40 Gigawatt (GW). Die gesamte Kraftwerkskapazität beträgt 110 GW. In der Garage steht ein weitgehend ungenutztes motorisches Leistungspotenzial von 3.000 GW. Wenn in den kommenden Jahren nur zwei Prozent dieser Reserve als Hybrid-Fahrzeug auch zur Stromerzeugung genutzt würde, könnten so 60 GW elektrischer Leistung ohne Kraftwerksneubau entstehen. In der Garage könnten die AHKW (Automobile Heizkraftwerke) Strom und Wärme erzeugen und ins Haus abgeben. Die Gesamteffizienz steigt durch die gekoppelte Stromerzeugung ganz beträchtlich. Die dezentrale Stromerzeugung belebt den erfolgreichen freien Wettbewerb und drückt die Kosten. Zudem wird das Netz auf diese Weise sicherer. Die AHKW wären überdies ein Exportschlager in Länder mit ungenügend abgesicherten Stromnetzen. Das Konzept kommt vom Grünen-Mitbegründer Max Winkler aus Simbach am Inn (vgl. "Solarzeitalter" 2/2006). Die Automobilindustrie lehnt die Idee mit Verweis auf die Brennstoffzelle ab.



