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Umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Strom zahlt jährlich 400 Millionen Euro zuviel für Netznutzung Expertengespräch am 10.9.03 bestätigt Gutachten.

Umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Strom zahlt jährlich 400 Millionen Euro zuviel für Netznutzung - Expertengespräch am 10.9.03 bestätigt Gutachten.

(16. September 2003) - Jeder Stromerzeuger zahlt für die Netznutzung derzeit den gleichen Betrag. Egal ob der Strom nur 100 Meter durchs Netz fliesst oder hunderte von Kilometern durch das Höchstspannungsnetz.

Wer den Strom aber nahe am Verbrauchsort in das Netz speist, der vermindert den großräumigen Stromtransport und spart den Netzbetreibern Kosten ein: Vermiedene Netznutzung.

Die Netzbetreiber zahlen den kleineren Stromerzeugern jährlich 400 Millionen Euro zuwenig für die vermiedene Netznutzung. Verständlich, da den vier grossen Stromkonzernen nicht nur alle Höchstspannungsleitungen sondern auch 80 Prozent der Kraftwerke gehören. Die kleinen Kraftwerke sind unwillkommene Konkurrenz.

Und die 400 Millionen Euro kommen den grossen zusätzlich zugute und fehlen den kleinen Stromerzeugern, in erster Linie den Betreibern von umweltfreundlichen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Diese Anlagen nutzen die eingesetzte Energie zu 80 Prozent, während die üblichen Grosskraftwerke nur einen Nutzungsgrad von 40 Prozent haben.

Ein Gutachten von Jan Mühlstein von Energie & Management hat dies ermittelt. In einem Expertengespräch am 10. September 03 hat sich der Verband der industriellen Kraftwirtschaft und der Verband der Maschinen- und Anlagenbauer hinter das Gutachten gestellt. Grundlage der zu geringen Vergütung ist die sog. Verbändevereinbarung II plus, die inzwischen durch das Energiewirtschaftsgesetz Geltung erlangt hat.

 Download Mühlstein-Gutachten Vermiedene Netznutzungsentgelte vom 5. März 2003 

letzte Änderung: 26.04.2017