Schwindel beim Ökostrom
(7. September 2011) Gegen die Praxis vieler Stromanbieter, Grünstrom anzubieten, aber Atom- und Kohlestrom zu liefern, indem sie diesen mit ausländischen Herkunftsnachweisen "vergrünen", wendet sich der Frankfurter Grünstromanbieter TeraJoule Energy GmbH.
Diese Anbieter nutzten die Verunsicherung in der Bevölkerung und die regulatorische Grauzonen schamlos aus. Aktuell würden pro Jahr 9 TWh an 3 Mio Haushalts- und 6 TWh an Businesskunden als Grünstrom verkauft, in vielen Fällen aber nur "vergrünt".
Davon profitierten ausländische Großwasserkraftwerke, die keine Förderung brauchten, hieß es. Daneben stammten viele der Angebote von Anbietern konventioneller Energie, die sich ein grünes Image geben, ihre Produktionsstrukturen aber nicht ändern wollten, sondern nur ein lukratives Extrageschäft betrieben, so TeraJoule Energy.
Dem Etikettenschwindel müsse ein Ende gesetzt werden.