Inhalt
Bundesnetzagentur
Wettbewerb nimmt zu
(31. Dezember 2010) Rund 80% des Zuwachses an Erzeugungskapazitäten im Strommarkt basierten 2009 auf dem Zubau von Solar- und Windenergieanlagen, so der "Monitoringbericht 2010" der Bundesnetzagentur.
Das Stromnetz sei stabil, hieß es. 2009 habe es eine durchschnittliche Versorgungsunterbrechung von 14,63 Minuten je Letztverbraucher gegeben. Die Agentur moniert deutliche Verzögerungen beim Netzausbau, bei vielen der 24 EnLAG-Projekte ebenso wie bei weiteren Vorhaben.
Immer noch nutzten rund 45% der Haushaltskunden die Möglichkeit eines Stromtarifwechsels nicht, obwohl sie zwischen durchschnittlich 124 Anbietern je Netzgebiet wählen können, so die Bonner. Auch Haushaltskunden beim Gas sollten die Chancen des Wettbewerbs wahrnehmen.
Der Anbieterwechsel auf dem Strommarkt habe deutlich nachgelassen, so die Bundesnetzagentur in ihrem Monitoring-Bericht. 2009 hätten sich rund 2,4 Mio Kunden für einen neuen Anbieter entschieden und damit 100.000 mehr als 2008, das erkläre sich aber vor allem durch Umzug und die Haushalte, die nach einem früheren Wechsel wieder einen neuen Anbieter suchen.
Die Zahl der Erstwechsler sei dagegen rückläufig. Grund sei neben der Trägheit der Verbraucher die Vermarktungsstrategie der Regionalversorger. Mehr als 90% aller Energieversorger belieferten praktisch keine Kunden in anderen Netzgebieten, so die Netzagentur.
Die früheren Gebietsmonopolisten kämen sich nicht gegenseitig ins Gehege und verteidigten ihre traditionellen Absatzgebiete, indem sie dort Verträge umstellen und Preise senken, um neue Anbieter abzuwehren.
So bleibe auf regionaler Ebene trotz steigender Absatzzahlen eine lokale Dominanz der jeweiligen Grundversorger erhalten. 86% aller Stromkunden würden immer noch von ihrem lokalen Versorger beliefert, so die Agentur.
Die vier Marktführer RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall konkurrierten über Töchter oder Zweitmarken erfolgreich mit konzernunabhängigen Stromdiscountern und zögen knapp die Hälfte der wechselwilligen Kunden an. Aufs gesamte Bundesgebiet bezogen, bliebe es so bei den dominierenden Marktverhältnissen.
Entgelte unterscheiden sich um das Fünfzehnfache
Die Bundesnetzagentur hat die Ergebnisse des Vergleichsverfahrens Strom und Gas im Internet unter www.bundesnetzagentur.de veröffentlicht. weiter lesen
Netzagentur reguliert Wechselprozesse
Die BNetzA legt einheitliche Geschäftsprozesse und Datenformate fest. weiter lesen
Wettbewerb gescheitert
Der Bund der Energieverbraucher konstatiert ein Scheitern von Wettbewerb und Energiewirtschaftsgesetz. weiter lesen
Netzagentur entscheidet erstmals über Netzentgelte: Verbraucher erwarten mehr
Die Bundesnetzagentur hat die Netztarife von Vattenfall um elf Prozent gekürzt. weiter lesen
Vergleichsdaten werden vorerst nicht veröffentlicht
Nachdem rund 70 Stadtwerke Eilanträge beim OLG Düsseldorf gestellt haben, um zu verhindern, dass die Bundesnetzagentur im Vergleichsverfahren Unternehmensdaten am 26. April im Amtsblatt veröffentlicht, ruderte die Agentur zurück. weiter lesen
Ferngasgesellschaft müssen Daten offenlegen
Nachdem rund 70 Stadtwerke Eilanträge beim OLG Düsseldorf gestellt haben, um zu verhindern, dass die Bundesnetzagentur im Vergleichsverfahren Unternehmensdaten am 26. April im Amtsblatt veröffentlicht, ruderte die Agentur zurück. weiter lesen
Bundesnetzagentur startet Regulierung
Unbundling - Alle Netzentgelte auf dem Prüfstand - Nettosubstanzerhaltung - Vergleichsverfahren - Anreizregulierung - Regelungen des neuen Energiewirtschaftsgesetzes - Kommentar: Worauf dürfen Verbraucher hoffen? weiter lesen
Regulierung: Zweiklassengesellschaft?
Die Regulierungsbehörden der Länder überwachen Strom- und Gasnetzbetreiber mit bis zu 100.000 angeschlossenen Kunden, die in einem einzigen Bundesland liegen. weiter lesen



