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Verbände werden konkret
(11. Oktober 2004) - Die vom Wirtschaftsministerium vorgelegten Entgelt- und Zugangsverordnungen für Strom seien nicht wettbewerbsfördernd, so der Außenhandelsverband für Mineralöl und Energie, der Bundesverband Neuer Energieanbieter, der Bundesverband der Energieabnehmer, der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft sowie der Zentralverband des Deutschen Handwerks in einer Stellungnahme.
Notwendig sei ein lernendes System, das dem Regulierer Freiheiten zur Ausgestaltung und Weiterentwicklung seiner Instrumente gegenüber den Netzbetreibern gewährt. Bei der Entgeltverordnung sei ein starkes Vergleichsmarktkonzept in Kombination mit einer Anreizregulierung der Kostenorientierung entgegen zu stellen.
Die Entgelte müssten sich an den günstigsten orientieren. Die Realkapitalerhaltung müsse die Nettosubstanzerhaltung ersetzen, da sie bessere Kontrollen ermögliche. Die "elektrizitätswirtschaftlich rationelle Betriebsführung" solle durch eine "effiziente Leistungserstellung" ersetzt werden. Der Wagniszuschlag für den Netzbetrieb sei deutlich zu reduzieren.
Auch bei der Netzzugangsverordnung besteht nach Ansicht der Verbände Änderungsbedarf: Strom für Netzverluste müsse am Markt beschafft werden und Netzengpässe seien unverzüglich bekannt zu machen. Außerdem müsse es einheitliche und möglichst automatisierte Abstimmungsstandards zwischen Lieferanten/Netzbetreibern und Gasanbietern geben. Beim Messwesen schließlich müssten alle Unternehmen zugelassen werden.


