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Netzentgelte immer noch überhöht Nach zwei Regulierungsperioden bestehen in Deutschland immer noch nennenswerte regionale Unterschiede bei den Netzkosten, meldet die ene't GmbH

Netzentgelte immer noch überhöht

(16. Dezember 2008) - Nach zwei Regulierungsperioden bestehen in Deutschland immer noch nennenswerte regionale Unterschiede bei den Netzkosten, meldet die ene't GmbH, Hückelhoven. Danach beträgt die Preisspreizung bei der Mittelspannung von 1,35 Cent bis 3,34 Cent je Kilowattstunde, was einem Preisgefälle von 147 Prozent entspricht. Bei der Niederspannung liegt sie bei 53 Prozent beim typisierten Verbrauch eines Gewerbekunden von 350.000 Kilowattstunden jährlich und 100 Kilowatt bei 63 Prozent und bei Haushalten mit 4.500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bei 42 Prozent. Die absoluten Kosten für die Netznutzung betragen im Bundesdurchschnitt für Gewerbekunden 3,8 Cent je Kilowattstunde netto inklusive Messung und Verrechnung und für Privathaushalte 5,9 Cent je Kilowattstunde. Vom durchschnittlichen Strompreis von 22 Cent je Kilowattstunde werden somit fast sechs Cent für die Nutzung der bereits bestehenden Netz berechnet. Allein die Haushaltskunden bezahlen damit rund zehn Milliarden Euro für Netznutzung, Messung und Verrechnung.

Die Netzentgelte liegen immer noch deutlich über dem EU-Durchschnitt und sind eine Quelle stetig wachsenden Reichtums der Netzbesitzer. Die zugrundeliegenden Verordnungen müssen deutlich verschärft werden. Es gilt, Netzbetreiber zum Erhalt und Ausbau der Netze zu verpflichten. Außerdem muss eine unabhängige technische Aufsicht über die Netze eingerichtet werden, wie es in anderen Ländern längst üblich ist.

letzte Änderung: 18.03.2015