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Günstige Strompreise schaffen Arbeitsplätze
115.000 neue Stellen könnten langfristig durch angemessene Strompreise entstehen.
(14. Juni 2003) - Derzeit sind die Strompreise in Deutschland um mindestens zehn Milliarden Euro zu hoch. Denn für die Netznutzung zahlen die Stromverbraucher 18 bis 20 Milliarden Euro. In die Stromnetze werden aber laut Dachverband der Stromwirtschaft nur jährlich zwei Milliarden Euro investiert.
Bei angemessenen Strompreisen könnten die Verbraucher mindestens zehn Milliarden Euro mehr für andere Güter ausgeben, ohne dass die Versorgungssicherheit sinken würde. Durch diese zusätzlichen Ausgaben würden neue Arbeitsplätze entstehen.
Das Bremer Energie Institut hat abgeschätzt, dass durch zusätzliche jährliche Konsumausaben von 69.421 Euro ein Arbeitsplatz neu entsteht. Zehn Milliarden Euro ließen also rund 140.000 Arbeitsplätze zusätzlich entstehen. Wenn die Stromwirtschaft aus dem Stromverkauf zehn Milliarden Euro weniger einnimmt, dann werden dort jedoch auch Arbeitsplätze verloren gehen.
Allerdings erwirtschaftet in der Stromwirtschaft jeder Beschäftigte 410.000 Euro, denn der Branchenumsatz von 54 Milliarden Euro wurde 2002 laut VDEW mit 130.000 Beschäftigten erbracht. Eine Umsatzeinbuße von zehn Milliarden Euro setzt dort also 25.000 Beschäftigte frei. Per Saldo entstehen durch angemessene Strompreise 115.000 neue Dauerarbeitsplätze, wobei die Arbeitsplatzverluste der Stromwirtschaft bereits abgezogen wurden.


