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Steinkohleimporte teurer - Ohne Einfluss auf Stromerzeugungskosten
(19. Februar 2004) - Steinkohle wird zunehmend knapp und teuer. Der Preis für eine Tonne Kraftwerkskohle am Rotterdamer Spotmarkt lag im Januar bei rund 80 Dollar je Tonne, doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Anfang dieser Woche waren 70 Dollar zu zahlen.
Der Anstieg am Spotmarkt wirkt sich zunehmend auf langfristige Lieferverträge aus. Es gebe kaum noch verfügbare Kohle, so Experten, die vor allem wegen der Nachfrage chinesischer Stahlhütten ein dauerhaft höheres Preisniveau erwarten. Mengenmäßig stieg der Kohlehandel im vergangenen Jahr auf das Rekordniveau von 650 Mio t. 460 Mio t davon gingen in die Stromproduktion, 190 Mio t Kokskohle nahmen die Stahlwerke ab.

In Deutschland wird ca. ein Viertel der Steinkohle aus dem Ausland
importiert. Etwa ein Drittel der Stromerzeugung in Deutschland
entfällt auf Steinkohle, ein weiteres Drittel auf die
heimische Braunkohle.
"Die Brennstoffkosten insgesamt machen nur ca. ein Drittel der
gesamten Kosten der Stromerzeugung aus. Für weniger als zehn
Prozent der Brennstoffe sind die Kosten gestiegen. Die
Stromerzeugungskosten, die wiederum nur ein Drittel der gesamten
Strombereitstellungskosten ausmachen, sind dadurch um
höchstens ein Prozent gestiegen. Die anderen zwei Drittel der
Strombereitstellungskosten entfallen auf die
Netznutzungsentgelte", kommentiert der Bund der
Energieverbraucher den Preisanstieg.


