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Zeitumstellung spart keinen Strom
(28. März 2004) - Über das Für und Wider der Sommerzeit ist schon viel diskutiert worden. Soviel aber steht fest: Die Energiespareffekte, die man sich bei der Einführung 1980 in Deutschland erhofft hatte, sind nicht eingetreten.
Im Gegenteil: Die Zeitverschiebung im Sommer steigert den Energieverbrauch. Zwar wird am Abend Beleuchtungsenergie eingespart, dafür muss jedoch am Morgen stärker geheizt werden - insbesondere in den kalten Monaten April und Oktober.
Die entsprechenden Berechnungen der Technischen Universität München von Mitte der 90er Jahre hätten immer noch Gültigkeit, sagt der Sprecher des Umweltbundesamts, Karsten Klenner. Die negative Bilanz habe sich eher verschlechtert, da in immer mehr Haushalten Energiesparlampen eingesetzt würden.
Zu berücksichtigen sei auch das veränderte Freizeitverhalten. Wenn es am Abend länger hell bleibe, würden nach der Arbeit mehr Ausflüge mit dem Auto unternommen. "Energiegründe sprechen heute nicht mehr für die Sommerzeit", räumt Klenner ein. Sie sei "für die Umwelt kein Gewinn".
Dennoch plädiere das Umweltbundesamt nicht für eine Abschaffung der Sommerzeit. Die europaweit einheitliche Uhrenumstellung habe auch zahlreiche positive Effekte. So ließen sich Flug- und Zugpläne besser aufeinander abstimmen, wenn alle Länder bei der Sommerzeit mitmachten.


