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Regen soll Strom sparen

(18. Juni 2004) - Künstlich erzeugter Regen soll an heißen Sommertagen in der chinesischen Millionenmetropole Schanghai für Abkühlung und weniger Stromverbrauch durch Klimaanlagen sorgen. Wie die Tageszeitung "China Daily" berichtet, werden Ende Juni erste Versuche gestartet. Flugzeuge sollen über der Stadt Wolken aus Trockeneis, Silberiodid und Salz erzeugen, um Regen herbeizuführen.
Schanghais explosionsartige wirtschaftliche Entwicklung und eine 40 Tage andauernde Hitzeperiode hatten im vergangenen Sommer zu massiven Stromengpässen geführt. Auch dieses Jahr gab es bereits Energieprobleme.
Chinas Krise größer
Es kommt noch viel schlimmer: China drohe in diesem Sommer die größte Energiekrise der vergangenen 20 Jahre, meldet die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Bis zu 30 Mio. kW fehlten in der Stromversorgung, so Zhao Xizheng, der Chef der staatlichen Energieversorgungsnetze.
In mindestens 24 der 31 chinesischen Provinzen und Regionen wurde bereits in den vergangenen Monaten vorübergehend der Strom abgestellt. Die Energieprobleme werden durch das Wachstum energieintensiver Branchen wie der Stahl- und Autoindustrie sowie der Urbanisierung noch verstärkt. Zudem sind viele Kraftwerke technisch veraltet.


