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VEA: Rekord-Strompreise
(14. Juli 2004) - Einen Anstieg der Strompreise für mittelständische Industriekunden in den letzten zwölf Monaten um über 10% errechnete der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA). Damit sei Strom so teuer wie seit Beginn der Liberalisierung vor fünf Jahren nicht mehr.
Ursache sei der dramatisch gestiegene Großhandelspreis. Mit über 80% der Kraftwerkskapazitäten in den Händen der vier Verbundunternehmen habe sich ein Oligopol gebildet, das in der Lage sei, diesen zu diktieren.
Die vier Unternehmen missbrauchten ihre Marktmacht, um die Preise nach oben zu treiben, so der VEA. Die Kunden zahlten nun die Zeche für die politisch gewünschten Fusionen der großen Versorger. Mit den realen Erzeugungskosten habe der Preisanstieg nichts zu tun, denn 2003 sei der Preis für Kraftwerkskohle um 10% gesunken.
Der aktuelle VEA-Strompreisvergleich ermittelt die Komplettpreise vor Steuern: Mit 8,27 Cent je kWh liegt der durchschnittliche Preis in den neuen Bundesländern deutlich über dem in den alten Bundesländern mit 7,68 Cent.


