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Solarstrom sichert Energieversorgung - Atomstrom kommt ins Schwitzen
(27. Juli 2006) Zu dem Herunterfahren der Atomkraftwerke
aufgrund des warmen Wetters und dem Beitrag der Solarenergie zur
Stromversorgung erklärt Hans-Josef-Fell, energiepolitischer
Sprecher Bündnis 90/ Die Grünen:
Die Atomwerke müssen wegen überhitzter Flüsse
herunter gefahren werden. Dem Atomstrom geht die Puste aus. Die
Solarenergie sorgt dafür, dass genügend Strom erzeugt
wird, um die Energieversorgung aufrecht zu erhalten.
Heute sind in Deutschland rund 2000 MW Photovoltaik installiert.
Der Solarstrom reicht aus, um circa 5-6 Atomkraftwerken
auszuhelfen, deren Produktion aufgrund der Hitze um 30 Prozent
gesenkt werden muss. Die vielen tausend Solaranlagen erzeugen schon
jetzt genau dann den Strom, wenn er benötigt wird -
nämlich wenn die Sonne scheint und die Klimaanlagen auf
Hochtouren laufen.
Der Ausbau der Solarenergie muss weiter beschleunigt werden, da
sich das Kühlproblem der großen Atom- und
Kohlekraftwerke verschärfen wird. Die Klimaerwärmung
nimmt weiter zu und damit die Erwärmung der Flüsse.
Zugleich ist durch das Abschmelzen der Gletscher in Zukunft mit
niedrigeren Wasserpegeln zu rechnen. In Zukunft wird es weniger und
wärmeres Kühlwasser geben als heute.
Solarstrom trägt damit schon heute in erheblichem Maß
zur Sicherung unserer Stromversorgung bei. Zudem reduziert
Solarenergie den Ausstoß von Treibhausgasen und schafft
tausende neue Arbeitsplätze. Die vielen derzeit im Bau
befindlichen Solarfabriken beweisen dies eindrucksvoll.


