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Satte Gewinne durch Gesetzesbruch
(20. Mai 2006) Die Gewinne der vier großen Energiekonzerne sind nicht nur exorbitant, sondern steigen Jahr für Jahr ganz kräftig. In der Tabelle sind die Geschäftsergebnisse in Milliarden Euro zusammengestellt, also die Differenz zwischen Ertrag und Aufwand. Beim Gesamtgewinn konnte E.ON 2005 sogar eine Steigerung von 71 % erzielen.
| 2005 |
2004 |
2003 |
|
| E.ON Ergebnis | 7,2 |
6,8 |
5,3 |
| +6% |
+28% |
||
| RWE Ergebnis |
4,8 |
5,6 |
4,7 |
| -14% |
+19% |
||
| EnBW |
1,08 |
0,297 |
-0,738 |
| +364 |
|||
| Vattenfall |
1,9 |
1,68 |
|
| davon in Deutschland |
1,1 |
0,7 |
|
| +57% |
|||
| Quelle: Geschäftsberichte |
Der Bund der Energieverbraucher ist der Auffassung, dass diese Gewinne das Ergebnis fortdauernder Gesetzesbrüche sind. Denn das Energiewirtschaftsgesetz schreibt in § 1 eine möglichst preisgünstige Versorgung vor.
Der Gewinn gehört deshalb zum größten Teil den Kunden, denen unter Missbrauch einer marktbeherrschender Stellung zu hohe Preise abgenötigt wurden. Der Verein fordert die Kartellbehörden auf, diese Missbräuche schnell abzustellen. Die Bundesnetzagentur muss die überhöhten Netzentgelte senken.
Die betroffenen Kunden und Unternehmen sollten Rückforderungsansprüche geltend machen und gerichtlich durchsetzen. Keinesfalls sollten künftig die überhöhten Preise entrichtet werden.


