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Höhere Strompreise von RWE und E.on RWE und E.ON erhöhten die Strompreise für Privatkundenzum Jahreswechsel um rund 2,7%.

Höhere Strompreise von RWE und E.on

RWE und E.ON erhöhten die Strompreise für Privatkunden zum Jahreswechsel um rund 2,7%.

(8. Januar 2004) - Grund dafür seien u.a. gestiegene Preise bei der Energieerzeugung, so die Unternehmen. Auch werde sich der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung weiter erhöhen. Durch die gesetzlich festgelegte Vergütung würden die Strombeschaffungskosten steigen. Dies seien "politisch verursachte Kosten", so ein Sprecher des Energiekonzerns RWE, die Preiserhöhungen dagegen moderat und berechtigt.

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hält das für einen "grotesken Schwindel". Die Erzeuger von Alternativenergie sehen sich zu Unrecht als Preistreiber hingestellt. Die Kosten für Strom aus erneuerbaren Energien, so BEE-Sprecher Milan Nitzschke, seien 2003 nämlich sogar zurückgegangen: Die Stromversorger hätten rund 35 Prozent zu viel für Ökostrom abgerechnet.

Nach dem Gesetz für erneuerbare Energien (EEG) erhalten die Erzeuger von Alternativstrom von den Stromversorgern einen Festpreis. Die anfallenden Mehrkosten können die Versorger an den Verbraucher weitergeben. Diese so genannte EEG-Umlage richtet sich nach der eingespeisten Menge an Ökostrom. Sie wird aufgrund einer Prognose für das jeweils kommende Jahr festgelegt - und hier beginnt das Problem.

Beispiel Windenergie: Zwar wurden im vorigen Jahr neue Anlagen in einer Größenordnung von 2.200 bis 2.500 Megawatt installiert. Das entspricht einem Zuwachs von rund 16 Prozent. Tatsächlich aber wurde nicht mehr Windstrom produziert als im Jahr zuvor, weil 2003 wider Erwarten ein außergewöhnlich windarmes Jahr war.

Peter Ahmels, Chef des Bundesverbandes Windenergie, will in Kürze entsprechende Zahlen dafür vorlegen. Danach wäre die Erhöhung der EEG-Umlage von rund 0,4 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2003 auf jetzt rund 0,5 Cent nicht korrekt. Die Preise, argumentiert Ahmels, müssten stattdessen gesenkt werden, da die prognostizierte Strommenge schon im vorigen Jahr gar nicht erzielt wurde.

letzte Änderung: 18.03.2015