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Schlaues Stromnetz für die Eifel
(1. Juni 2011) Der Landkreis Bitburg-Prüm will in den kommenden Monaten 2011 ein intelligentes Stromnetz installieren und testen. Das Projekt wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert. Im Naturreservat Eifel finden die Netzplaner typische Herausforderungen für die bevorstehende Energiewende: Reichte in der dünn besiedelten Region bislang eine überschaubare Netzinfrastruktur, haben sich die Anforderungen mit dem Ausbau regenerativer Energieanlagen deutlich geändert.
Das EEG bescherte dem Landkreis einen Boom an Windparks und PV-Anlagen. Aktuell speisen in dem Gebiet über 5.500 Anlagen mit 840 Megawatt ins Mittel- und Niederspannungsnetz ein, hauptsächlich PV-Anlagen. Hinzu kommen 57 Windenergieanlagen mit 107 Megawatt, die direkt ins 110-Kilovolt-Netz einspeisen. Noch vor fünf Jahren hatte es im gleichen Gebiet nur 800 dezentrale Erzeugungsanlagen gegeben.
Das Smart Grid soll die neuen Herausforderungen nun bewältigen: Dazu gehören Spannungsregler vor und hinter intelligenten Ortsnetzstationen oder direkt beim Kunden. Zum ersten Mal dient zudem die erweiterte Biogasanlage eines Landwirts als Speicher zum Ausgleich von Schwankungen in Erzeugung und Verbrauch.
Ein dritter Baustein sind Messpunkte an mehreren Stellen des 130 Quadratkilometer großen Demonstrationsnetzes. Baustein Nummer vier ist eine Kabelstrecke mit Pausenschaltern, die die Anschlusskapazität für die dezentrale Erzeugung deutlich erhöht.



