LichtBlick bei den Netzkosten
(27. März 2012) Intelligente KWK-Anlagen könnten die Kosten für den Ausbau der Stromnetze bis 2020 um bis zu einer halben Milliarde Euro senken, langfristig sogar noch deutlich mehr, so die Hamburger LichtBlick AG, die "ZuhauseKraftwerke" installiert. Das sei Ergebnis einer Untersuchung zur "Einbindung von ZuhauseKraftwerken in Smart Grids" der LBD-Beratungsgesellschaft im Auftrag von LichtBlick. Die Studie kann unter www.lichtblick.de/smartgrid-studie heruntergeladen werden.
Die Potentiale intelligenter Mini-Kraftwerke würden bislang unterschätzt. Wenn Strom erzeugt werde, wo und wann er benötigt wird, könne man teure Netzinvestitionen vermeiden, so LichtBlick. Der Einsatz von "ZuhauseKraftwerken" nach dem SchwarmStrom-Modell könne in den Verteilnetzen dazu beitragen, Lastspitzen zu decken, womit die erforderliche Transformatorleistung sinke und ein Rückbau von Transformatorkapazitäten möglich sei.
Um die in der Studie genannten Einsparpotentiale beim Netzausbau zu realisieren, seien bundesweit dezentrale Kraftwerke mit 3,5 bis 8 GW erforderlich. LichtBlick hat das Ziel, 100.000 dezentrale Kraftwerke mit zusammen 2 GW zu installieren. Die ersten 420 davon laufen bereits in Norddeutschland, Berlin und NRW.