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Privat-Schäden ersetzt
(19. Januar 2006) Der flächendeckende Stromausfall Ende November im Münsterland hat bei Privatleuten weitaus weniger Schäden hervorgerufen als zunächst angenommen. Der vom Stromversorger RWE aufgelegte Härtefallfonds in Höhe von fünf Millionen Euro sei bei weitem nicht ausgeschöpft worden, teilte die Bezirksregierung Münster mit.
Den rund 2100 Antragstellern seien bisher 616 877 Euro ausgezahlt worden, sagte ein Sprecher der Behörde am Dienstag. Der Fonds werde jetzt auf Wunsch von RWE auch für Kommunen geöffnet.
Die meisten Anträge seien von Arbeitslosengeld-II-Empfängern oder von Familien gekommen, die gerade erst gebaut hatten, sagte Behördensprecher Stefan Bergmann. Meistens seien zwischen 50 und 500 Euro, in Einzelfällen auch mehrere tausend Euro ausgezahlt worden. Über die Auszahlung hatte eine Expertengruppe mit Vertretern der Bezirksregierung und von RWE entschieden.
Die Mitnahmementalität habe sich bei den Anträgen in Grenzen gehalten. Das Geld hätten die Antragsteller vor allem für kaputte Heizungsanlagen, die den Stromschwankungen nicht gewachsen waren, und für verdorbenes Gefriergut erhalten. Bei Landwirten hätten vor allem elektronisch gesteuerte Fütterungsanlagen repariert werden müssen.


