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Sicherheit und Qualität
Bericht der Bundesnetzagentur zur Versorgungssicherheit
(12. Juli 2011) Die Bundesnetzagentur hat die Versorgungssicherheit untersucht und einen Bericht veröffentlicht, wie sich die Abschaltung der Atomkraftwerke auf die Sicherheit auswirkt.
Der Bund der Energieverbraucher e.V. hat dazu kritisch angemerkt, dass in den vergangenen Jahren von den Stromgroßkonzernen weit mehr Kraftwerke stillgelegt wurden, als jetzt aufgrund des Ausstiegsbeschlusses, allein um durch eine Verknappung der Stromerzeugung die Strompreise nicht absinken zu lassen. Auch wurde von den Stromversorgern über Jahre der Ausbau der Netze vernachlässigt und lediglich die Netzentgelte vereinnahmt. Es wäre nicht sachgerecht, die dadurch entstandene Situation mit dem Abschalten von Atomkraftwerken in Verbindung zu bringen.
Eine spannende Frage
Ich kontrolliere die Netzspannung. Seit zwei Jahren beträgt sie durchgehend 240 Volt und einige Stunden am Tag sogar 245 Volt. Vorgeschrieben sind 230 Volt. Ist diese Abweichung zulässig? Misst der Stromzähler dann noch korrekt? Wer trägt die Schäden?
(20. Dezember 2010) Die Spannungsqualität ist in der Euronorm EN 50160 festgelegt. Die Niederspannung ist seit 1995 auf 230 Volt festgelegt mit einer zulässigen Abweichung von zehn Prozent nach oben und unten. Für 95 Prozent aller Zehn-Minuten-Zeiträume muss dieser Wert eingehalten werden.
Die Stromversorger liefern meist 240 oder sogar 245 Volt. Damit halten sie die genannte Norm ein. Für die Versorger bringen die höheren Spannungswerte Vorteile, denn die höhere Spannung erhöht auch den Verbrauch, weil eine höhere Spannung die Stromstärke erhöht. Wenn man nur 230 Volt wie vorgeschrieben liefern würde, ginge der Verbrauch um acht Prozent zurück.
Ein Beispiel soll dies verdeutlichen: Ein Heizstrahler, der bei 230 Volt eine Leistung von einem Kilowatt hat, verbraucht bei 240 Volt Spannung 1.088 Watt. Eine Glühbirne, die bei 230 Volt 1.000 Stunden brennt, hat bei 240 Volt nur noch eine drastisch reduzierte Lebensdauer von 550 Stunden. Der Stromzähler registriert den höheren Verbrauch auch bei 240 Volt völlig korrekt.
Es gibt Trafos, mit denen man die Spannung des Stromnetzes auf 210 oder 220 Volt verringern kann. Diese kosten natürlich Geld und verbrauchen selbst auch Strom. Darüber hinaus kommt es bei vielen Anwendungen nicht auf die Spannung, sondern auf die gelieferte Energiemenge an: Wer zum Beispiel einen Liter Wasser zum Kochen bringen will, der verbraucht dafür eine physikalisch bestimmte Energiemenge, unabhängig von der Spannung. Der Verbrauch eines Bügeleisens oder eines Staubsaugers verringert sich jedoch bei geringerer Spannung.
Die Frage stellte Dieter Schulze, Nossen
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