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Sicherheit hundertfach überbezahlt
(13. Juli 2007) Die Stromausfälle nehmen nur sehr geringfügig zu, wenn die Netzentgelte sinken. Eine österreichische Studie hat aufgrund detaillierter Daten beziffert: Eine Senkung der Netzentgelte um 1 Cent je Kilowattstunde erhöht die jährliche Ausfallzeit um 13,6 Minuten. Werden also die Netzentgelte von bisher gut sechs Cent auf zum Beispiel drei Cent je Kilowattstunde gesenkt, dann spart der Durchschnittshaushalt rund 100 Euro an Stromkosten und sitzt dafür eine gute halbe Stunde länger im Jahr im dunklen ohne Strom.
Die Studie hat auch bei Haushaltskunden erfragt, wieviel mehr der Strom kosten darf, wenn die Stromausfälle dadurch seltener werden. Das Ergebnis: Eine Stunde weniger Stromausfall ist den Befragten ganze zwei Euro wert.
Fazit: Die Netzsicherheit belastet die Verbraucher finanziell um das Hunderfache dessen, was sie für diese Sicherheit zu zahlen gewillt sind.
Nachsatz: Die Studie hat nicht untersucht, welchen Einfluss auf die Versorgungssicherheit die tatsächlich für die Netze aufgewandten Gelder haben. Vielmehr wurden nur die Netzentgelte betrachtet, die in keinem direkten Zusammenhang mit den Netzinvestionen stehen.
Umsorgte Versorgungssicherheit. Eine empirische Analyse für den Strommarkt in (Ober-)Österreich von Johannes Reichl, Andrea Kollmann, Friedrich Schneider und Robert Tichler, Trauner Verlag; ISBN 3854992319 oder 978-3854992318 sowie Zeitschrift für Kommunale Wirtschaft, Juli 2007, Seite 1.


