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Stromnetze am Limit
(4. Februar 2008) Die Stromkonzerne kämen mit dem dringend erforderlichen Ausbau der Übertragungsnetze kaum nach, so das "Handelsblatt". In den vergangenen beiden Jahren habe sich die Zahl der dokumentierten kritischen Situationen bereits spürbar gehäuft.In den Berichten zum Netzausbau, die die Netzbetreiber nun der Bundesnetzagentur vorlegen, würden sie deutlich vor Engpässen warnen. Immer häufiger werde die Belastungs- bzw. die Systemsicherheitsgrenze der Netze erreicht, wird aus dem Netzzustandsbericht der RWE-Transportnetz GmbH zitiert.
Die Vattenfall Europe Transmission GmbH zähle 2006 noch 80 Tage mit kritischen Situationen und 2007 bereits 155 Tage. Während der ersten 29 Tage in 2008 sei es bereits an 28 Tagen kritisch gewesen.
Große Probleme bereite die Integration des wachsenden Windenergie-Anteils, so die Zeitung. Immer häufiger müsse man die Leistungen konventioneller Kraftwerke drosseln, um noch Windstrom aufzunehmen, ohne die Systemsicherheit zu gefährden. Schnelle Abhilfe sei nicht in Sicht.
Der Zeitbedarf für Planung und Bau neuer Leitungen betrage selbst bei günstigem Verlauf der Genehmigungsverfahren etwa acht Jahre. Oft ergäben sich aus den Genehmigungsverfahren aber Auflagen, die den zeitlichen Ablauf und den Umfang der ursprünglichen Planung veränderten.


