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Wie die Strombörse EEX funktioniert
An der EEX gibt es einen Spotmarkt und einen Handel mit
längerfristigen Lieferverpflichtungen (Futures). Am Spotmarkt
werden die Stromlieferverträge jeweils am Vortag der
physischen Erfüllung gehandelt
("Day-ahead-market").
Die Verträge beziehen sich auf die Lieferung oder die Abnahme
einer Strommenge während einer festgelegten Stunde, z.B. 10 MW
Stromlieferung am morgigen Tag zwischen 16 Uhr und 17 Uhr in einem
festgelegten Gebotsgebiet (Regelzone). Der Spotmarkt funktioniert
nach dem Auktionsprinzip.
Gebote für die physische Erfüllung der Stromlieferung
werden am Vortag der Erfüllung bis 12 Uhr bei EEX per Internet
oder Fax anonym abgegeben. Um 12 Uhr erfolgt die Preisberechnung,
auch Fixing genannt.
Die angebotenen und nachgefragten Mengen werden zu je einer
Angebots- und Nachfragekurve für Gesamtdeutschland
zusammengefasst.
Wo sich die beiden Kurven schneiden, stimmen Angebot und Nachfrage
überein.
Bei dem so ermittelten Preis (MCP = Market Clearing Price) sind
Anbieter bereit, das ermittelte Volumen anzubieten und die
Nachfrager sind bereit, genau diese Menge zu diesem Preis
nachzufragen.
Anders als z.B. die Amsterdamer APX veröffentlicht die EEX nur
den MCP und die insgesamt gehandelten Mengen. Die Angebots- und
Nachfragekurven werden nicht veröffentlicht und auch nicht die
Einzelangebote und -nachfragen.
Gehandelt werden Strommengen ab 0,1 MWh/pro Stunde (100 kWh).
Unternehmen, die über entsprechende Nachfragen bzw. Angebote
verfügen, können selbstverständlich an der EEX
handeln.
Da sowohl die finanziellen Aufwendungen (Gebühren) als auch
die DV-technischen Anforderungen gering sind, ist die EEX auch
für kleinere Unternehmen interessant.

