VIK übt Kritik Der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK), Essen, kritisiert, dass sich immer mehr Stromanbieter bei der Angebotsabgabe für Vollversorgungsverträge an den EEX-Großhandelspreisen orientieren.

VIK übt Kritik

(17. September 2004) - Der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK), Essen, kritisiert, dass sich immer mehr Stromanbieter bei der Angebotsabgabe für Vollversorgungsverträge an den EEX-Großhandelspreisen orientieren, obwohl diese häufig nur wenig mit den realen Beschaffungskosten der EVU zu tun hätten.

Nur ein Teil des Strombezugs der Versorger würde tatsächlich über den Großhandel abgedeckt. Mehr als fraglich sei es deshalb, den Börsenpreis als alleinige repräsentative Referenz für Stromangebote zu nutzen. Die Stromnachfrage am EEX-Markt sei relativ begrenzt. Würden EVU tatsächlich versuchen, nennenswerte zusätzliche Strommengen über die EEX zu verkaufen, würden wegen der begrenzten Nachfrage dort die Preise sofort sinken.

Mit 126,49 Punkten liegt der VIK-Strompreisindex für Mittelspannungskunden in der Industrie im September auf seinem absoluten Höchststand, so der VIK. Er liege nun 1,24% über dem Vormonatsniveau und sei in den zurückliegenden fünf Monaten um fast 9% gestiegen.

letzte Änderung: 26.04.2023