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Strompreisvergleiche im Internet

Stromtarifrechner - Verivox rechnet am besten

Die Stiftung Warentest hat Stromtarifrechner im Internet verglichen (Finanztest 10/2008). Am besten schnitt verivox.de ab, gefolgt von den drei Rechnern Tarifvergleich.de, toptarif.de und wer-ist-billiger.de.

(15. Dezember 2008) - Vier Tarifrechner erhielten nur die Note "mangelhaft": Stromtip.de, Stromforyou.de, energieboerse-deutschland.de und Stromtarife.de.

Für die Testfamilie entpuppte sich der günstigste vom Tarifrechner aufgeführte Anbieter 120 Euro teurer als der tatsächlich günstigste Anbieter. Hätte diese Familie zu dem betreffenden Anbieter gewechselt, hätte sie einen Preisvorteil von 120 Euro verschenkt.

Deshalb lohnt es sich durchaus, vor einem Wechsel einen guten Tarifrechner im Internet zu Rate zu ziehen. Wer kein Internetanschluss hat, der kann sich vom Bund der Energieverbraucher den günstigsten Anbieter suchen lassen. Die Kosten für Nichtmitglieder betragen zehn Euro, für Vereinsmitglieder ist der Service kostenlos.

Wer den Stromanbieter wechseln will, steht einer Vielfalt von immerhin rund 900 Stromanbietern im Land gegenüber, jeder mit zahlreichen Tarifen im Angebot. Da fällt die Wahl nicht leicht. Die Tarife sind auch komplex und schwierig zu vergleichen: Es gibt Tarife mit Jahresvorkasse, Wechselbonus oder Paketangeboten.

Neben dem Preis spielen für die Wahl eines neuen Anbieters auch andere Gesichtspunkte eine wichtige Rolle:

  • Wie gut klappt der Wechsel?
  • Wie gut ist der Service?
  • Wie sehen die Vertragskonditionen aus?
  • Betreibt der Anbieter Atomkraftwerke?
  • Fördert der Anbieter erneuerbare Energien?
  • Ist der Anbieter in der Region verwurzelt?
  • Wie verbraucherfreundlich ist der Anbieter?

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Der Testsieger Verivox liefert auch zu diesen Fragen für zahlreiche Anbieter Informationen, ebenso auch der Tarifrechner energieverbraucherportal.de, der übrigens mit dem Bund der Energieverbraucher nichts zu tun hat.

Die Tarifrechner finanzieren ihren hohen Aufwand mit Abschlussprovisionen der Stromlieferanten. Diese Provisionen zahlen die Stromlieferanten, wenn ein Verbraucher online über den Tarifrechner den Anbieter wechselt. Einen Zusammenhang zwischen Provisionszahlung und Platzierung auf der Ergebnisliste konnten die Warentester nicht entdecken. Nur die Tarifrechner energieverbraucherportal.de und stromtarife.de arbeiten ohne Anbieterprovisionen.

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Bei den meisten Verbrauchern klappt der Anbieterwechsel gut und innerhalb von spätestens acht Wochen. Bei 13 Prozent der im Test Befragten gab es hingegen Probleme. Wer sich vor unliebsamen Überraschungen schützen will, dem sei empfohlen, bei Verivox nachzuschauen, welche Erfahrungen andere Verbraucher mit dem jeweiligen Anbieter bereits gemacht haben.

Darauf sollten Sie beim Anbieterwechsel achten:
  • Zahlungsweise: Tarife mit Vorauskasse sind zwar günstiger, bergen jedoch das Risiko, dass das Geld weg ist, sollte der Versorger Insolvenz anmelden.
  • Paketangebote: Eine bestimmte Menge von Kilowattstunden im Voraus zu bezahlen ist nicht ratsam. Verbraucht man weniger, verfällt der Restbetrag. Verbraucht man mehr, so müssen zusätzliche Kilowattstunden teuer zugekauft werden.
  • Laufzeit: Je kürzer, desto besser. Verbraucher sollten keine Laufzeiten über einem Jahr akzeptieren.
  • Kündigungsfrist: Je kürzer je besser. Maximal drei Monate akzeptieren.
  • Verlängerung: Wenn nicht rechtzeitig gekündigt wird, verlängert sich der Vertrag automatisch. Manchmal um vier Wochen, manchmal um ein Jahr.
  • Sonderangebote: Der örtliche Versorger hat mitunter Sonderangebote, die in den Tarifrechnern nicht zu finden sind. Deshalb lohnt es sich, vor dem Wechsel beim örtlichen Versorger nachzufragen.
  • Rabatt: Tarife mit Wechselbonus oder Erstjahresrabatt sind nur im ersten Jahr günstig. Deshalb vor Ablauf des ersten Jahres rechtzeitig kündigen und erneut Preise vergleichen.

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Stromtarifrechner im Internet

(22. November 2007, aktualisiert 21.10.2008) Mal schnell im Internet vergleichen, welcher Anbieter von Strom oder Gas der günstigste ist? Das ist leichter gesagt als getan, denn online tummeln sich eine Fülle von vermeintlichen Tarifrechnern und besonders günstigen Angeboten. Diese von den Energieversorgung verursachte Verwirrung hat Methode und ärgert alle Verbraucher.

Einen Tarifrechner zu erstellen und zu betreiben, kostet einen immensen Aufwand. Dazu gehört mindestens ein fünf- bis zehnköpfiges Team, das vollständige Daten zusammenstellt und überprüft. Denn allein auf Deutschlands Strommarkt tummeln sich über 900 Anbieter mit 8.300 Tarifen. Diese ändern sich ständig und sind oft regional beschränkt. So viel Aufwand kostet Geld. Deshalb gibt es nur sehr wenige unabhängige Tarifdatenrechner, die in unterschiedliche Portale eingebunden sind:

Mit Ausnahme von energieverbraucherportal.de finanzieren sich diese Tarifrechner durch Provisionen, die Stromanbietern ihnen zahlen, wenn Neukunden ihren Vertrag online über einen solchen Rechner abschließt. Korrekterweise führen die Rechner auch die Anbieter und Tarife von Firmen auf, die ihnen keine Provision zahlen.

In der Aktualität derzeit noch Nachholbedarf hat der unabhängige Tarifdatenrechner des Portals "Strommagazin.de".

Zu erwähnen ist noch der Tarifrechner "Stromtarife.de" des Energieportals IWR, der aber noch zu wünschen übrig lässt, weil er bei der regionalen Tarifzuordnung versagt.

Zusätzliche Verwirrung stiftet die Unsitte, dass manche Anbieter bestimmte Tarife speziell nur über einen Tarifrechner anbieten. Gelegentlich werben sie auch mit einem Bonus für das erste Vertragsjahr, der den Tarif im Vergleich günstig erscheinen lässt. Im zweiten Bezugsjahr kommt dann jedoch die böse Überraschung. Einige Versorger müllen die Tarifrechner zudem mit einer Tarifflut zu, um möglichst oft auf der Liste zu erscheinen. Bei Verivox, tarifvergleich.de und Strommagazin.de kann man deshalb die Zahle der Tarife je Anbieter auf drei Tarife beschränken.

Strommagazin.de ermöglicht dem Nutzer, seine Suche auf Anbieter mit einer positiven Bewertung zu beschränken. Für diese Bewertung spielen Preis, Service, Seriosität, Umweltausrichtung und der Gesamteindruck eine Rolle. Wählt man diese Option aus, entfallen beispielsweise alle Billigstanbieter. Allerdings verschenkt man damit die Chance, ein um mehr als 100 Euro günstigeren Billigstanbieter zu wählen.

Bei energieverbraucherportal.de gibt es Bewertungen für Umwelt, regionales Engagement und Service.

Örtliche Netzbetreiber bieten oft Sondertarife an, um Kunden nicht zu verlieren. Diese Tarif werden nicht veröffentlicht und tauchen auch in keinem Tarifrechner auf. Deshalb lohnt sich das Nachfragen beim örtlichen Netzbetreiber.

Achtung: Es gibt auch Preisrechner im Internet, bei denen für eine Abfrage 59,95 Euro kassiert wird, so z.B. www.stromverbrauch.de

Bedauerlicherweise betreiben weder Verbraucherzentralen oder ihre Verbraucherverbände noch die Stiftung Warentest einen eigenen Tarifrechner. Sie können sich diesen Aufwand nicht leisten. Wünschenswert wäre ein garantiert unabhängiger Tarifrechner, so wie es dies in Ländern mit funktionierendem Wettbewerb schon länger gibt (energywatch in Großbritannien oder e-control in Österreich). In Großbritannien hat die staatlich Energywatch neun Regeln für Tarifrechner zusammengestellt (Confidence Code Guidance). Wenn ein Tarifrechner diese Regeln nachprüfbar einhält, bekommt er ein Prüfsiegel von Energywatch.

Man sollte bei der Auswahl eines neuen Anbieters nicht nur nach dem Preis sehen, sondern auch die Qualität der Verträge, den Service, die Umweltaspekte und die Konzernverflechtung berücksichtigen.




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