Sieger im doppelten Sinne
(7. Juni 2008) Die erste Etappe der Stromspar-Meisterschaft 2008 ist entschieden. Wir präsentieren die Monatssieger.

Die Teilnehmer haben alles gegeben und liefen teilweise um Haaresbreite aneinander vorbei im Etappenziel ein: 43 Single-Haushalte, Paare oder Familien versuchten mit unterschiedlichen Maßnahmen, vier Wochen lang den Stromverbrauch möglichst stark zu drosseln. Dabei galt es, den täglichen Zählerstand zu überprüfen und zu protokollieren. Manche sind auch ein bißchen froh, dass der Wettbewerbszeitraum nun vorbei ist, müssen sie jetzt nicht mehr mit jeder Kilowattstunde geizen. Hier sind die drei Gewinner:

Ohne Gefrierschrank zum Sieg
Die fünfköpfige Familie Stephan und Rika Rieping mit ihren Kindern Jan, Hannah und Moritz startete mit einer Vorjahresrechnung von 5.500 Kilowattstunden auf recht hohem Niveau. Seitdem haben sie aber einiges unternommen, um ihren Energiehunger zu dämpfen: Ein neuer Kühlschrank mit Tiefkühlfach machte den Gefrierschrank überflüssig. Sie haben mehrere Glühlampen gegen Sparlampen getauscht und drei Steckerleisten installiert, um ihren Stand-By-Verbrauch zu drosseln. Ihr Aquarium haben sie verschenkt und beim PC stellten sie den Energiesparmodus ein. So gelang es ihnen, binnen vier Wochen 94 Kilowattstunden einzusparen - ein Ziel, auf das sie stolz sein dürfen.
Sonne statt Wäschetrockner
Für Inge und Helmut Oetjen brachte das Maßhalten beim Waschen und beim Benutzen des Wäschetrockners den gewünschten Erfolg. Außerdem schraubte das Paar in drei Viertel ihrer Lampen statt energiehungriger Glühbirnen sparsame Energieleuchten ein. Ergebnis: Monatlich 110 Kilowattstunden weniger.

Bügeleisen als Sparfaktor
In einem Kopf-an-Kopfrennen setzte sich Michaela Schorpp mit nur 0,8 Kilowattstunden Vorsprung vor Monika Gottwald durch. Das ist weniger Strom, als eine Spülmaschine für einen einzigen Spülgang benötigt. Ihr Erfolgsrezept: Neben schaltbaren Steckerleisten und Energiesparlampen half auch beim Bügeln konzentriertes Arbeiten. In Pausen schaltete Michaela Schorpp das Bügeleisen ab. Heißwasser erhitzt sie nun nur noch im Wasserkocher.

Das Stromspar-ABC
Als Extrapreise wurden fünf Strommessgeräte vergeben. Eins geht an die Familie Pflugmann: Die Pflugmanns stellen mit ihrem Computerprogramm "Stromspar-ABC" eine Arbeitshilfe zur Verfügung, um Stromverbraucher zu erfassen und Sparmöglichkeiten zu formulieren. Ein Gerät geht an Familie Hönsch, die mit vier Personen schon im vergangenen Jahr nur 2.800 Kilowattstunden verbrauchte. Sie haben in den vier Wochen noch mal sagenhafte 81 Kilowattstunden eingespart. Damit gelang ihnen von allen Teilnehmern die größte prozentuale Einsparung: fast 40 Prozent.
Die Familie Hönsch erreichte das Ziel haupsächlich durch Verzicht. Sie schalteten nachts die Lüftungsanlage aus, spülten ihr Geschirr von Hand, sahen weniger fern, nutzten den Laptop statt den PC und haben weniger gebacken. Vielleicht haben sie sich dabei zu sehr verausgabt: nach dem Etappenziel Monatsmeisterschaft gaben sie auf. Die übrigen Preise wurden verlost an Gisela Müller, Michael Tischler und Robert Hirschmann. Und eigentlich sind alle Teilnehmer Sieger, denn sie dürfen sich über niedrigere Stromkosten freuen.
Weiter geht's
Ein einziger Teilnehmer scheidet nach der Monatsmeisterschaft aus, alle anderen bleiben bis Mitte März 2009 im Rennen um die Jahresmeisterschaft. Der Bund der Energieverbraucher dankt den Elektrizitätswerken Schönau und der Trianel Energie GmbH, die ihn bei diesem Wettbewerb unterstützen.
"Dauerhaft wird uns die Teilnahme am Wettbewerb Einsparungen von fünf bis zehn Prozent bringen. Denn wir haben einen besseren Überblick über unseren Verbrauch bekommen." Michael Hönsch