Kraftwerksüberkapazitäten Zwei Wissenschaftler vom Forschunszentrum Jülich haben die Entwicklung der Kraftwerksüberkapazitäten in den letzten Jahren untersucht

Kraftwerksüberkapazitäten

(Dezember 2001) Zwei Wissenschaftler vom Forschunszentrum Jülich haben die Entwicklung der Kraftwerksüberkapazitäten in den letzten Jahren untersucht. Die Kraftwerksleistung ist insgesamt von 92 auf 111 GW angestiegen, die Reserveleistung betrug ca. 17,5 GW.

Zum Vergleich: Ein Kernkraftwerk hateine Leistung von 1,3 GW, alle Kernkraftwerke zusammen eine Leistung von 23,5 GW. Die Reserveleistung soll unvorhergesehene Kraftwerksausfälle und Nachfrageanstiege absichern. In den Jahren 1991 bis 1999 wurden von diesen Reserven zwischen 6 und 8 GW in Anspruch genommen. Über diese Reserve hinaus gibt es nicht sofort einsetzbare Kraftwerke, die langzeitkonserviert sind. Dies macht noch einmal etwa acht bis elf Prozent der Kraftwerksleistung aus. Aber auch dann gibt es noch freie Kraftwerksleistung, die weder gebraucht wurde, noch als Reserve gezählt wurde. Diese freie Leistung schwankte in den letzten fünf Jahren zwischen fünf und neun GW (Quelle: Energiewirtschaftliche Tagesfragen 1/2 2002).

Grafik Leistungsbilanz der allgemeinen Stromversorgung in Deutschland

letzte Änderung: 07.05.2014