Grundversorgung: 42 % aller Haushalte bei den vier Großen
(7. September 2012) Die Monopolkommission hat in ihrem 19. Hauptgutachten die Strompreise und Vertriebsmargen von Grundversorgern unter die Lupe genommen. In 61 Prozent (4.500) der untersuchten Postleitzahlgebiete werden die Grundversorger mehrheitlich von E.on, RWE, Vattenfall oder EnBW kontrolliert. Nur in 32 Prozent aller Gebiete ist der Grundversorger in kommunaler Hand.
Gewichtet mit der Zahl der Haushalte ist für 42 Prozent aller Haushalte einer der vier großen Energieversorger der Grundversorger, in rund 47 Prozent ein kommunaler Anbieter und in zwölf Prozent sonstige private Anbieter. Der Strompreis in den Versorgungsgebieten der vier Großen liegt zwar mit 1.067 Euro (Abnahme 4.000 kWh jährlich) über dem der kommunalen Anbieter (1.050 Euro), was aber angesichts der regional stark unterschiedlichen Grundpreise kaum einen wesentlichen Unterschied ausmacht. Die Vertriebsmargen der Grundversorger liegen bei 140 Euro je Haushalt (Stand Dezember 2011).
Erstaunlicherweise sind die Margen der kommunalen Versorger mit 144 Euro geringfügig höher als bei den großen Vier (140 Euro), die anderen privaten Anbieter haben mit 125 Euro sogar noch geringere Margen.
Die Untersuchung zeigt, welche dominante Rolle die vier Großen auf der Ebene der Grundversorgung heute noch spielen.