Tief im roten Bereich

EnBW tief im roten Bereich

(24. März 2012) Bei der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW), Karlsruhe, reduzierte sich 2011 bei einem im Vergleich zum Vorjahr um 7,3% höheren Außenumsatz von 18,79 Mrd Euro das operative Ergebnis vor Ertragsteuern, Finanz- und Beteiligungsergebnis bzw. Adjusted Ebit um 17% auf 1,60 Mrd Euro.

Unterm Strich ergibt sich ein Konzernfehlbetrag von 816 Mio Euro, im Vorjahr gab es noch 1,2 Mrd Euro Gewinn. Empfohlen wird die Ausschüttung einer Dividende von 0,85 Euro je Aktie, nach einer Auszahlung von 1,53 Euro im Vorjahr. Im Geschäftsfeld Strom "Erzeugung und Handel" war ein Rückgang des Adjusted Ebit um 20,9% auf 1,28 Mrd Euro zu verzeichnen.

Negativ aufs Ergebnis hätten vor allem die neue Kernbrennstoffsteuer und die Abschaltung zweier KKW gewirkt sowie die Wiederbeschaffung der auf Termin verkauften Strommengen der beiden Kraftwerke, so die EnBW.

Den Stromabsatz steigerte das Unternehmen 2011 im Vergleich zu 2010 um 6% auf 155,7 Mrd kWh, den Gasabsatz um 7,1% auf 57,4 Mrd kWh. Mit Effizienzsteigerung, Verkäufen und Kapitalmaßnahmen werde die finanzielle Stabilität und die Bonität gesichert, hieß es. 2011 sei bei der Energiewende ein wegweisendes Jahr für die EnBW gewesen, so Vorstandschef Hans-Peter Villis.

Mit den Inbetriebnahmen des ersten kommerziellen Offshore-Windparks in Deutschland und des neuen Wasserkraftwerks Rheinfelden, der Fertigstellung der höchsten Windenergieanlage im Nordschwarzwald und mit dem Projekt "Nachhaltige Stadt Leutkirch" samt Inbetriebnahme eines Solarparks habe die EnBW beispielgebende Projekte auf den Weg gebracht bzw. umgesetzt.

Der Umbau in Richtung erneuerbare Energien und CO2-arme Erzeugung gehe weiter. Die ursprünglichen Wachstums- und Ergebnisziele für 2012 und 2013 wird EnBW nach eigener Aussage nicht erreichen.

letzte Änderung: 24.10.2014