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Blei vom Mast
(26. Juni 2008) RWE habe bei älteren Strommasten Bodenbelastungen durch bleihaltige Rostschutzanstriche festgestellt, melden die RWE Transportnetz Strom GmbH, Dortmund, und das NRW-Umweltministerium.Nach einem Gutachten reicherten sich durch Regenwasser oder Reparaturarbeiten Schadstoffe im Umkreis der Masten von mehreren Metern an. In Einzelfällen würden die gesetzlichen Grenzwerte überschritten. Es bestehe aber keine akute Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung.
In Kleingärten, in denen Kinder spielen, könne ein Bodenaustausch nötig werden. Die bleihaltigen Rostschutzanstriche seien bundesweit bis 1960 bei Stahlkonstruktionen aller Energieversorger und auch bei öffentlichen Brücken verwendet worden, so RWE.
Seit Mitte der 90er Jahre verwende RWE bleifreie Anstriche. Von den rund 20.000 RWE-Höchstspannungsmasten in NRW, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg trage etwa die Hälfte noch bleihaltige Beschichtungen.
Für Gewerbegebiete, Parkanlagen, Wiesen und Weiden ergäben sich keine Probleme. Potenziell kritisch seien die bundesweit 20 älteren Strommasten auf Privatgrundstücken oder in Kleingartenanlagen.
Hier habe das Unternehmen Kontakt mit den Eigentümern aufgenommen, um die Schwermetallwerte zu messen. Ergäben sich überhöhte Werte, könnten Böden eingezäunt, mit Sträuchern unzugänglich gemacht oder ausgetauscht werden.
RWE hatte nach Schweizer Berichten über Bleibelastung durch Strommasten eine Untersuchung in Auftrag gegeben, bei der der Boden nahe 210 Masten an unterschiedlichen Standorten geprüft worden war.



