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E.ON greift zu
(15. Oktober 2003) Die britische Tochter Powergen der Düsseldorfer E.ON AG wird mit 6 Mio Kunden die Nummer eins auf dem britischen Strommarkt. Sie erwirbt für 2,17 Mrd Euro vom US-Energiekonzern TXU dessen dortiges Vertriebsgeschäft mit rund 5,3 Mio Strom- und Gaskunden und drei Kohlekraftwerken.
Das Handelsgeschäft und die Strombezugsverträge sind nicht Gegenstand des Kaufs, der noch von der EU-Kommission genehmigt werden muss. Mit der Übernahme von rund 2,4 Mio Kunden erreicht Powergen im britischen Gasmarkt nun Platz zwei, Marktführer bleibt Centrica. E.ON hatte Powergen im Juli für rund 8 Mrd Euro gekauft und 7 Mrd Euro Schulden übernommen und war so zum größten privaten Energiedienstleister der Welt geworden.
E.ON-Chef Ulrich Hartmann bezeichnete die neue Übernahme als "entscheidenden Wachstumsschritt." Die TXU-Kunden verschaffen E.ON die notwendige Masse an Endkunden. Powergen versorgte bislang rund 3 Mio mit Strom und Gas. E.ON schiebt sich nun auf dem britischen Markt vor die RWE, die im Frühjahr Innogy übernommen hatte. Innogy versorgt rund 5,3 Mio Endkunden mit Strom und 1,7 Mio mit Erdgas. Der britische Strommarkt gilt derzeit wegen hoher Überkapazitäten bei der Erzeugung als schwierig. Seit 1998 fielen die Großhandelspreise um bis zu 40%.


