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E.ON erhöht Strompreise trotz Rekordgewinn
(14. April 2003) Neue Höchststände bei Insolvenzen, dramatische Gewinneinbrüche bei Unternehmen, dramatisch fallende Unternehmensrenditen - nicht so bei Energiekonzernen:
E.ON Energie (frühere Bayernwerk und Veba) steigerten ihr Betriebsergebnis um fast 30 Prozent auf 2,9 Mrd. Euro.
Mit fast 16 % Umsatzrendite liegt die Rendite rund 1.000 Prozent über den Durchschnitt der deutschen Industrie.
Offensichtlich reicht dies dem Unternehmen immer noch nicht: Für das kommende Jahr kündigte E.on gleich Strompreis-Erhöhungen an.
Das Unternehmen hatte die Preise für Haushalte in den vergangenen drei Jahren bereits um 8%, für Industriekunden um 5% erhöht.
Zurückzuführen sind diese mehr als üppigen Gewinne zum Großteil auf einzigartig überhöhte Netzkosten. Nach Angaben des Geschäftsführers des Bundesverbands neuer Energieanbieter Borchers liegen die Umsatzrenditen im Netzsektor bei 25 bis 40 Prozent.
Mit den Quasi-Monopol- und Oligopolgewinnen bezahlt das Unternehmen Dutzende Unternehmenskäufe im In- und Ausland: "Binnen nur zweieinhalb Jahren entstand ein Konzern, der von Skandinavien bis Italien und von Holland bis Ungarn reicht" so Vorstand Harig.


