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E-wie-einfach: Wettbewerbshemmnis
(26. Februar 2007) E.on ist an 226 örtlichen Versorgungsunternehmen beteiligt und eine weitere stattliche Zahl wird von E.on mit Strom oder Gas beliefert. E.on bietet Haushalten jetzt bundesweit auch direkt Strom und Gas über die Tochterfirma "E-wie-einfach" an und zwar bei Strom um einen Cent/kWh und bei Gas um 0,24 Cent/kWh unter dem Preis des örtlichen Anbieters.
Bei Strom liegt E.on damit um etwa fünf Prozent unter dem Normaltarif des örtlichen Anbieters. Allerdings gibt es auf dem Strommarkt durchaus noch günstigere Anbieter.
Die Gaspreise unterbieten den örtlichen Anbieter um drei bis neun Prozent.
Für Stromkunden ist "E-wie-einfach" keine Versuchung. Gaskunden sollten sich nicht mit den Nachlässen abspeisen lassen, sondern selbst die Preise kürzen.
Um einen wirklichen Wettbewerb handelt es sich bei dem Angebot nicht. E.on liefert 65 Prozent des Erdgases im Inland und ist darüber hinaus an 30 Prozent aller Gasversorgungsunternehmen beteiligt. E.on macht mit dem neuen Angebot vor allem seinen eigenen Tochterunternehmen und Abnehmern Konkurrenz. Dabei verfügt E.on über bessere Bezugskonditionen als die örtlichen Verteilunternehmen.
Der Einfach-Preis richtet sich nicht nach den tatsächlichen Kosten, weil er lediglich an den örtlichen Preis gebunden ist. Dabei dürfte es sich möglicherweise um eine verbotene Preisabsprache handeln. E.on will so den Anschein eines Wettbewerbs erwecken, den das Unternehmen mit diesem Angebot in Wirklichkeit weiter behindert: Durch überhöhte Netzentgelte und durch ein Geflecht von Beteiligungen.
Neue Anbieter müssen künftig nicht nur die örtlichen Anbieter, sondern die günstigere Einfach-Konkurrenz unterbieten. Das dürfte deshalb schwierig sein, weil neue Anbieter nicht zu gleichen Bedingungen Zugang zu den örtlichen Netzen erhalten, wesentlich teurer Strom und Gas einkaufen müssen und auch ohne die gewaltigen Rücklagen operieren.


