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E.on-Investoren wollen mehr
21. Juni 2005) Dass ein sattes Finanzpolster Begehrlichkeiten weckt bzw. den Vorwurf der Zögerlichkeit in sich birgt, erfährt gerade das E.on-Management:
Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" wollen die E.ON-Anteilseigner mehr vom derzeitigen Erfolg des Unternehmens profitieren. Bei einer Umfrage unter institutionellen Aktionären, die zusammen 20% des E.ON-Kapitals repräsentieren, forderten 85% eine Sonderzahlung. Sinnvoll wäre eine Auszahlung von 10 Mrd Euro an die Anteilseigner, so Matthias Heck von Sal. Oppenheim. Durch den hohen Eigenkapitalanteil treibe E.ON die Kapitalkosten über die derzeit erzielte Rendite und vernichte so Werte.
Das Management habe nur die Wahl zwischen einer Großakquisition und einer Sonderausschüttung. Der Energiekonzern habe Probleme, hohe Gewinne aus seinen Verkäufen ins Kerngeschäft Strom und Gas zu investieren, so die Zeitung. Für einen großen Kauf bestehe kaum eine Chance, da E.ON in Deutschland und England an kartellrechtliche Hürden stoße. Dazu kämen steigende Bargeldzuflüsse aus dem Energieverkauf. E.ON habe in den vergangenen zwei Jahren 13 Mrd Euro Schulden vollständig getilgt und Ende 2004 über 5 Mrd Euro Nettobarmittel verfügt.
Der E.ON-Vorstand weise das Drängen der Investoren zurück und lehne Forderungen nach einer Sonderausschüttung bisher strikt ab, nur ein Sondergewinn aus dem für 2006 geplanten Verkauf der Degussa soll an die Aktionäre verteilt werden.


