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Stromrazzia bei E.on - Siegel aufgebrochen
(12. Juni 2006, aktualisiert) Nach einem Bericht der "Berliner Zeitung" war der E.ON-Konzern von der erneuten Razzia der EU-Kommission betroffen. Fahnder der Kommission und des Bundeskartellamts hätten die Zentralen in Düsseldorf und München durchsucht und Unterlagen, Datenträger sowie Computer des Managements um Vorstandschef Wulf Bernotat beschlagnahmt.
Monitor berichtet in seiner Sendung am 16.11.2006, dass lt.
Mitteilung der EU-Kommission das Siegel der Kommission am Morgen
nach der Razzia aufgebrochen gewesen sei.Das ist eine ernste und
teure Angelegenheit, aufgebrochene Siegel kosten Millionenstrafen.
O-Ton-Monitor: "Und jetzt die Stellungnahme von E.ON: Das
Siegel sei nicht aufgebrochen, sondern nur "verschoben"
worden. Aha, wohl noch so ein "menschliches" Versagen
beim Weltkonzern."
Bei der Razzia in München seien die Ermittler in eine Vorstandssitzung der E.ON Energie AG geplatzt und hätten alle Unterlagen im Raum mitsamt der elektronischen Korrespondenz- und Speichermedien beschlagnahmt. Die Fahnder sollen sich auch für sämtliche Unterlagen zu langfristigen Stromlieferverträgen von E.ON mit Stadtwerken in ganz Deutschland interessiert haben.
Nach dem Zeitungsbericht hatten die EU-Behörde zuvor Hinweise bekommen, die auf eine Marktaufteilung zwischen E.ON und RWE deuten. Diese sollen vereinbart haben, die gegenseitigen traditionellen Liefergebiete zu respektieren, sich also gegenseitig keine Konkurrenz zu machen. Solche Absprachen verstoßen gegen das EU-Wettbewerbsrecht. Nur das Topmanagement und wenige Mitarbeiter sollen involviert sein. Mitte Mai hatte die EU-Kommission in einer EU-weiten Aktion die Zentralen großer Gasversorger wegen des Verdachts wettbewerbswidriger Praktiken durchsuchen lassen. Hierzulande waren davon der RWE-Konzern und die E.ON-Tochter Ruhrgas betroffen.


