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Willkommen in E.onien: Wohin mit dem Geld?
(15. März 2006) - RWE und E.ON verdienen ja mittlerweile so viel Geld, dass die Herren in den Vorstandsetagen gar nicht mehr recht wissen, wohin mit dem Zaster. Den Aktionären das viele schöne Geld per Dividende hinterherzuwerfen, ist zu banal - außerdem ist das ganze hart verdiente Money dann weg!
Es ausgeben ist auch nicht so einfach. Der Beliebtheitsgrad des Geldes der beiden Energiegiganten ist in Deutschland rapide gesunken. Kaum jemand will ihnen noch ein Stadtwerk verkaufen oder wenn doch, nervt das Kartellamt. In den Nachbarländern sieht die Lage ähnlich aus. Entweder hat man schon und darf nicht mehr oder man lässt einen nur zu horrenden Summen, dass sogar dem reichen Energieonkel aus Deutschland die Lust am Shoppen vergeht.
Was könnte man noch mit den tollen Gewinnen machen? Im Unternehmen verstecken und bunkern? Das geht eine Zeit lang, aber was dann? Dann murren die Aktionäre noch mehr! Die Vorstandsgehälter erhöhen? Ein Tropfen auf den heißen Stein.
Man könnte auch goldene Stromleitungen bauen. Wie? Die gab es schon zu Monopolzeiten? Die waren aber eher vergoldet und mittlerweile schimmert kräftig Thomasstahl durch.
Ein anderer Vorschlag: Die kaufen sich ihren eigenen Kleinstaat und nennen es RWE-Land oder Eonien. Politisch nicht korrekt? Zum Schluss unser Tipp: Die Unternehmen sollten sich so wie Onkel Dagobert einen ganz großen Geldspeicher bauen und ihre ganze Kohle - Euro, Pfund, Zloty oder Lei - dort aufschütten. Der Speicher wird dann, gegen Entgelt natürlich, für die Allgemeinheit zugänglich gemacht. So können nicht nur die Energievorstände, sondern jedermann einmal so richtig im Geld schwimmen.
(aus ZfK 12/2005)


