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8KU machen Druck
(10. April 2007) Acht Stadtwerke wollen künftig gemeinsame
Lobbyarbeit machen. Dazu gehören neben den Stadtwerken
Hannover die Stadtwerke in München, Darmstadt, Frankfurt am
Main, Mannheim, Nürnberg, Köln und Leipzig. Zusammen
repräsentieren die Unternehmen einen Umsatz (2005) von 14
Milliarden Euro und beschäftigen 27.000 Mitarbeiter. Sie
vertreten nach eigenen Angaben mehr als zehn Prozent des
Endkundenmarktes und haben mit Kraftwerkskapazitäten von 5,2
Gigawatt einen Anteil von gut fünf Prozent an der
Stromerzeugung in Deutschland. Insgesamt gibt es in Deutschland
etwa 700 Stadtwerke.
8KU versteht sich in erster Linie als eine Interessengemeinschaft.
Es ist nicht geplant, dass die acht Stadtwerke sich gemeinsam
unternehmerisch engagieren. Im Wesentlichen gehe es dem Verbund
darum, dass die Interessen der Stadtwerke bei den derzeit in Berlin
und Brüssel politisch diskutierten
Wettbewerbsveränderungen am Energiemarkt berücksichtigt
würden. Zu diesem Zweck wird der Verbund ein Büro in
Berlin für die Lobbyarbeit aufmachen.
Die acht Stadtwerke wollen im Zuge ihrer bundesweiten Expansion
auch ihre eigene Stromerzeugung verstärken, um von den
Schwankungen der Strombörse unabhängiger zu werden. So
investieren die Stadtwerke Hannover zum Beispiel in den kommenden
Jahren 350 Millionen Euro in die Erweiterung ihres Kraftwerkparks,
und zwar in zwei Projekte in Frankfurt am Main (zusammen mit Eon)
und in Bitterfeld.
Damit werde die Kapazität von derzeit 700 Megawatt um 250 MW
erhöht und Hannover werde München als die Nummer eins
ablösen. Man will die derzeit zugekaufte Strommenge
künftig halbieren.

