Ownership Unbundling gekippt
(17. Juni 2007) Die 27 Mitgliedsstaaten der EU haben über ihre Energieminister den Vorschlag der EU-Kommission zur Entflechtung im Energiebereich mehrheitlich abgelehnt. Das Ownership Unbundling sei nur eine von verschiedenen Maßnahmen zur Forcierung der wettbewerblichen Dynamik und kein Allheilmittel, hieß es von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos, der der Sitzung des Energierates vorsaß.
Er habe den Eindruck, eine organisatorische Trennung von Netzverwaltung und Energieerzeugung sei für die meisten EU-Regierungen annehmbar, so Glos. Demnach sollen die großen Energiekonzerne die Verwaltung ihrer Netze in unabhängige Betreibergesellschaften ausgliedern, die im Konzernbesitz bleiben. Der europäische Binnenmarkt für Strom und Gas müsse stärker zusammenwachsen, mehr Dynamik entfalten und die Vorteile der Liberalisierung müssten ungeschmälert bei Verbrauchern und Industrie ankommen, so Glos weiter. Es bedürfe auch einer verbesserten Zusammenarbeit der nationalen Regulierungsbehörden und der Übertragungsnetzbetreiber. Ferner seien verbesserte Rahmenbedingungen für Investitionen in die Netze und neuer grenzüberschreitender Leitungen notwendig.