Kartellamt: Konzerne sollen Stadtwerke-Anteile verkaufen
(11. Dezember 2007) - Das Bundeskartellamt fordert, dass die großen Energiekonzerne ihre Beteiligungen an Stadtwerken und Regionalversorgern verringern. "Wir brauchen eine Obergrenze für den zulässigen Verflechtungsgrad", erklärte Kartellamts-Chef Bernhard Heitzer in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der hohe Beteiligungsbesitz der Energiekonzerne sei eines der größten Hindernisse für mehr Wettbewerb auf den Endkundenmärkten. Die Abtrennung des Beteiligungsbesitzes sei der schnellste Weg, um die strukturellen Voraussetzungen auf den Energiemärkten zu verbessern. Käufer für die Beteiligungen zu finden sei kein Problem. So habe es 17 Interessenten bei der Teilprivatisierung der Stadtwerke Leipzig gegeben. (ZfK)