Wulff setzt sich für Erdkabel ein
(15. Oktober 2007) In Südniedersachsen fordern Bürgerinitiativen für eine geplante Höchstspannungsleitung von Wahle im Kreis Peine bis nach Nordhessen anstelle der Freileitung eine unterirdische Verkabelung. Sie befürchten Elektrosmog und eine Verschandelung der Landschaft.
Nach der Protestwelle von Anwohnern will Ministerpräsident Christian Wulff nun Regelungen für eine Erdverkabelung schaffen und plant ein entsprechendes Landesgesetz. Über die geplante Stromtrasse wird diese Woche im Landtag diskutiert.
Nach dem Vorschlag von Wulff für erdverlegte Hochspannungsleitungen kann künftig ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden, wenn die im Landesraumordnungsprogramm festzulegenden Mindestabstände für Freileitungen unterschritten werden. Für Wohngebäude im Außenbereich sollen 200 m und für den Innenbereich von Siedlungen 400 m gelten.
Bestehende Landschaftsschutzgebiete dürfen nicht mehr durch Freileitungen gekreuzt werden. Die Teilverkabelung soll in Zukunft in vielen Bereichen Bestandteil der Trassenplanung sein.