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Regierungsamtlich: Der Erfolg des EEGs
Die Bundesregierung hat einen ersten Erfahrungsbericht zum EEG vorgelegt. Er belegt die Erfolge des Gesetzes. Hier die wichtigsten Ergebnisse.
(12. Januar 2007) - Der Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien am Nettostromverbrauch ist im Jahr 2006 auf 11 Prozent gewachsen. Er betrug im Jahr 1998 erst 5,2 Prozent. Die Vergütung für diesen Strom betrug insgesamt 1,5 Milliarden Euro, davon 950 Millionen Euro für Windenergie und 30,4 Millionen Euro für Photovoltaik.
Wenn man diese Kosten auf den insgesamt verbrauchten Strom umlegt, ergibt sich eine durchschnittliche Mehrbelastung der Strompreise durch das EEG von 0,3 Ct/kWh. Nun sparen ja die Stromversorger die Bezugskosten für den eingespeisten Strom. Damit verbleibt je nach Marktpreis von konventionell erzeugtem Strom eine Mehrbelastung von 0,18 bis 0,26 Ct/kWh laut EEG-Bericht. Etliche Stromversorger hatten 2000 deutlich höhere Aufschläge verlangt (zum Beispiel E.on, Stadtwerke Kiel und EAM 0,73 Pf/kWh) und sollten diese Beträge den Kunden zurückerstatten.
Wind: Nur gute Standorte rentabel
Hinsichtlich der Windenergie zeichnen die beiden mit Gutachten betrauten Institute ISET und DEWI ein unterschiedliches Bild. Das DEWI rechnet mit höheren Betriebskosten und zeigt daher nur an guten bis sehr guten Windstandorten und bei langer Abschreibungsdauer eine Vergütung, die über den Stromgestehungskosten liegt. Das ISET zeigt für gute Standorte Erträge, die um 0,1 Ct/kWh über den Kosten liegen. Je nach Standort muss pro Kilowattstunde jährlichem Stromertrag zwischen 0,5 und 0,6 Euro in eine Windkraftanlage investiert werden. Die Investitionskosten liegen bei circa 1.110 Euro je Kilowatt Leistung. Auch bei Biomasse verweist der Bericht darauf, dass bei Festbrennstoffen in der Regel nur für Altholzanlagen ein wirtschaftlicher Betrieb darstellbar ist.
Keine Überförderung
Insgesamt zeigt sich, dass das EEG nicht zu einer Überförderung beiträgt. Von den am Markt aktiven Anbietern von Produkten und Dienstleistungen ist im Bericht nicht die Rede. Dagegen nimmt die Kostenentwicklung einen relativ breiten Raum ein.

