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Bis 2013 25% Ökostrom
(22. Juni 2007) Der Bund der Energieverbraucher hat die
prognostizierte Verdoppelung des Ökostroms bis 2013 als
sensationellen Erfolg des Einspeisgesetzes EEG gelobt. Die
Belastung der Verbraucher blieben dabei selbst im Jahr 2013 mit 46
Euro je Haushalt und Jahr überschaubar und seien gut in die
Zukunft investiert. Im Vergleich zu den von der Stromwirtschaft
ohne jede Leistung überhöhten Strompreisen seien diese
Beträge geradezu gering.
Mehr als 25% des Stromverbrauchs in deutschen Haushalten
könnten 2013 aus Ökostrom gespeist werden, so eine
Prognose des Verbands der Netzbetreiber (VDN) beim VDEW. Bezug ist
der Strombezug, der nach dem EEG zur Umlagefinanzierung des EEG
herangezogen wird. Grund sei der starke Zubau von
Onshore-Windenergie-, Biomasse- und Solaranlagen.
In 2008 rechnet der VDN zudem mit dem Einstieg in die
Offshore-Windstromerzeugung vor Deutschlands Küsten.
Erneuerbare Energien hätten aber ihren Preis, so der VDN.
Die Belastung der Stromnetze werde durch die geografische
Konzentration der Windenergie im Norden von Jahr zu Jahr
größer. Damit steige der Druck auf die Politik,
Genehmigungsverfahren für neue Stromleitungen zu
beschleunigen, und der auf die Unternehmen, zu investieren.
Der Anteil der nach dem EEG geförderten Strommengen am
gesamten Letztverbrauch habe 2006 etwa 10,4% betragen und
könne bis 2013 auf 21,8% ansteigen, so der VDN. Hinzu
kämen 3,4% Strom aus nicht EEG-geförderten
Wasserkraftwerken, so dass die Erneuerbaren 2013 insgesamt mehr als
25% des Stromverbrauchs der öffentlichen Versorgung ausmachen
würden.
Der Löwenanteil der EEG-Einspeisungen käme mit über
60% aus Windenergie. Damit würde sich die Volatilität
weiter verstärken. Die Schwankungen der
Windenergieeinspeisungen seien das größte Problem
für eine zuverlässige Netzsteuerung.
Die monatlichen Abweichungen vom Normalwert könnten bis zu 50%
nach oben oder unten betragen. Im windschwachen Januar 2006 seien
knapp 2 Mrd kWh Windstrom eingespeist worden, im Januar 2007 bei
nur 10% mehr installierter Leistung 7,5 Mrd kWh.
Für 2008 rechnet der VDN mit dem Bau der ersten
Offshore-Windenergieanlagen. Dadurch würden die Belastungen
der vorhandenen Stromnetze und die Zahlungen für EEG-Strom
ansteigen und es kämen zu den reinen Vergütungszahlungen
pro eingespeister kWh die Kosten für die Seekabel und
Anschlussleitungen hinzu, die von den
Übertragungsnetzbetreibern getragen und über die
Netzentgelte von den Kunden bezahlt werden müssten, so der
VDN.
Dies widerspreche zwar dem Ziel eines preisgünstigen
Netzbetriebs, sie aber so beschlossen. Belastet werde der
Verbraucher laut VDN auch durch den starken Zubau von
Photovoltaikanlagen: Bis 2013 sei mit einer Verdreifachung der
Einspeisungen und der Vergütungszahlungen gegenüber 2006
zu rechnen.
Damit würde in sechs Jahren zwar weiterhin nur 6% des
EEG-Stroms aus Solarenergie stammen, von den
EEG-Vergütungszahlungen von insgesamt 12,5 Mrd Euro werde aber
knapp ein Viertel allein an Betreiber von Solaranlagen
ausgezahlt.
Mehr Infos unter www.vdn-berlin.de/eeg_mittelfristprognose.asp.

